Dienstag, 1. April 2008

Tag 11, 30. März, Von Cairo nach Suez, Vorsicht – Sackgasse!

Das Leben in Ägypten beginnt einfach nicht vor Mittag. Da kann man sich auch hundert mal vornehmen um 9:00 Uhr loszufahren, vor 12:00 kommt hier niemand in die Gänge. Wir brauchen bis 14:00 (der Verkehr, das System) um unsere Beiträge abzuschicken (70 Euro!). Dann machen wir uns im Wagen von Nabil auf den Weg nach Suez. Gegen 16:00 Uhr kommen wir in der Hafenstadt an. Suez hat den Charme einer einstigen Promenanden-Stadt, die seit 30 Jahren nicht mehr aufgeräumt wurde. Es gibt einen viele Parks – auch einen Luna-Park – die aber alle vor sich hin gammeln. Hier scheint die Zeit noch weniger eine Rolle zu spielen als in Cairo. Im Kanal sehen wir im fünf Minuten Rhythmus Frachter an uns vorbeiziehen, ungefähr 200 Meter vor unserer Nase. Trotzdem beschleicht uns das Gefühl, dass wir ihnen nie näher kommen werden. In einem der drei Hotels von Suez, dem „Red Sea Hotel“ finden wir ein Zimmer mit Blick auf den Kanal. Wir verabschieden uns von Nabil nachdem wir 450 Dollar und 50 Euro für das Auto und die Übernachtungen bezahlen.

Eine erste Erkundung rund um den Hafeneingang bestätigt unseren ersten Eindruck – hier werden wir nicht weit kommen. Kaum jemand spricht Englisch und an jedem Eingang steht ein Ägypter, der „No!“ als Standardantwort eingeübt hat.
Um 8 Pfund bekommen wir einen Platz in einem Promenanden-Café direkt am Kanal, wo Matthias in Ruhe Aufnahmen von den vorbeifahrenden Schiffen machen kann. Als die Sonne schon fast weg ist, macht uns der 15jährige Kellner darauf aufmerksam, dass man hier nicht filmen darf.

Unseren Suez-Kontakt, den wir von dem Schiffsagenten in Alexandria bekommen haben, können wir auch von Matthias’ Handy nicht anrufen, da uns eine weibliche Telefonstimme darauf hinweist: „no outgoing calls from this mobile phone!“ Internationale Kommunikation im 3 Jahrtausend in Ägypten. Die Hoffnung uns so zum Hafenmeister von Suez durchzutelefonieren zerplatzt.

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