
Uns sind die Drehkassetten ausgegangen. Damit wir nicht stundenlang in der Stadt herumfahren müssen, telefoniert Matthias mit diversen Elektronikhändlern, die er im Internet gefunden hat. Nach einer etwas planlosen Taxifahrt finden wir tatsächlich das Geschäft und sind um 8 Bänder reicher (da sie nicht 100prozentig die richtigen sind, halten wir uns zurück).
Jetzt bleiben uns noch ca. 6 Stunden bis zu unserer Abfahrt nach Chennai, die ich nutze um mir einen „Shiruani“ zu kaufen, der in etwa dem weiblichen Saree entspricht und aus einem Hemd, das bis zu den Knien geht, einer wallenden Hose und einem gehäkeltem Schal besteht. Das Shiruani-Set für den Touristen gibt’s um 16 Euro – viel indischer sehe ich damit aber nicht aus – daran ändert auch der Maharatscha-Hut nichts den mir die lustigen Verkäufer leihweise auf den Kopf setzen.
In Jean und Polo steigen wir nach Sonnenuntergang in den Chennai-Express. Der Zug hat an die 20 Wagone mit verschiedensten Klassenabstufungen. Wir haben 2 Klasse mit Klimaanlage gebucht, was sich als sehr bequem erweist. Zwei Stockbetten quer zur Fahrtrichtung pro Abteil auf der einen Seite, zwei Stockbetten längsseitig gegenüber auf der anderen Seite. Die Abteile sind mit Vorhängen vom Gang getrennt.
Als wir abfahren sind wir noch zu zweit in unserem Vierer-Abteil und können uns ordentlich ausbreiten. Als Abendessen bestellen wir Chicken Masala, weil es das einzige ist, was wir verstehen.
Ein 36jähriger Inder namens Suresh gesellt sich zu uns. Innerhalb kürzester Zeit haben wir alle wichtigen Themen durch: er ist seit sechs Jahren verheiratet (eine arrangierte Hochzeit), hat einen fünfjährigen Sohn und arbeitet für eine Firma, die mit Stahl zu tun hat. Auf der Visitenkarte, die er mir reicht, streicht er „Senior Manager (Projects)“ durch und schreibt „Asst. General Manager“ darunter – die Grafikabteilung scheint seine Beförderung verschlafen zu haben; die neuen Visitenkarten kommen erst. Erst das Chicken Masala unterbricht unseren Kulturaustausch.
Gegen 22:00 kommt die 2 Klasse mit Klimaanlage zur Ruhe. Ich kuschle mich neben meinem Rucksack in die Zugdecke und bemerke fast nicht, dass kurz darauf unsere zwei Nachbarn einziehen. Der Schlaf kommt schneller und tiefer als erwartet.
Jetzt bleiben uns noch ca. 6 Stunden bis zu unserer Abfahrt nach Chennai, die ich nutze um mir einen „Shiruani“ zu kaufen, der in etwa dem weiblichen Saree entspricht und aus einem Hemd, das bis zu den Knien geht, einer wallenden Hose und einem gehäkeltem Schal besteht. Das Shiruani-Set für den Touristen gibt’s um 16 Euro – viel indischer sehe ich damit aber nicht aus – daran ändert auch der Maharatscha-Hut nichts den mir die lustigen Verkäufer leihweise auf den Kopf setzen.
In Jean und Polo steigen wir nach Sonnenuntergang in den Chennai-Express. Der Zug hat an die 20 Wagone mit verschiedensten Klassenabstufungen. Wir haben 2 Klasse mit Klimaanlage gebucht, was sich als sehr bequem erweist. Zwei Stockbetten quer zur Fahrtrichtung pro Abteil auf der einen Seite, zwei Stockbetten längsseitig gegenüber auf der anderen Seite. Die Abteile sind mit Vorhängen vom Gang getrennt.
Als wir abfahren sind wir noch zu zweit in unserem Vierer-Abteil und können uns ordentlich ausbreiten. Als Abendessen bestellen wir Chicken Masala, weil es das einzige ist, was wir verstehen.
Ein 36jähriger Inder namens Suresh gesellt sich zu uns. Innerhalb kürzester Zeit haben wir alle wichtigen Themen durch: er ist seit sechs Jahren verheiratet (eine arrangierte Hochzeit), hat einen fünfjährigen Sohn und arbeitet für eine Firma, die mit Stahl zu tun hat. Auf der Visitenkarte, die er mir reicht, streicht er „Senior Manager (Projects)“ durch und schreibt „Asst. General Manager“ darunter – die Grafikabteilung scheint seine Beförderung verschlafen zu haben; die neuen Visitenkarten kommen erst. Erst das Chicken Masala unterbricht unseren Kulturaustausch.
Gegen 22:00 kommt die 2 Klasse mit Klimaanlage zur Ruhe. Ich kuschle mich neben meinem Rucksack in die Zugdecke und bemerke fast nicht, dass kurz darauf unsere zwei Nachbarn einziehen. Der Schlaf kommt schneller und tiefer als erwartet.
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