
Ich lasse das Frühstück ausfallen. Als ich um 9:30 die Vorhänge aufziehe, sehe ich dass es zum ersten Mal auf dieser Überfahrt bedeckt, fast nebelig ist. Das Meer dagegen ist spiegelglatt. Wir gehen noch einmal mit der Kamera an den Bug und erkennen, dass wir auf eine Wetterfront zuhalten. Großartige Wolkenstimmung, ein paar Blitze und plötzlich starker Wind und erste Tropfen. Wir entscheiden uns hinein zu gehen, kommen aber nur mehr in den Gang unter die Container, bevor ein richtiger Wolkenbruch beginnt. Der Wind bläst das Wasser waagrecht in unser Gesicht und wir flüchten in den vorderen Seilraum. Die Länge des Schiffes können wir bei diesen Verhältnissen nicht zurücklegen, ohne dass die Kamera vollkommen zerstört werden würde. Da der Sturm aber ein echtes Erlebnis ist, macht uns das nichts aus. In der Werkstatt finden wir einen Plastiksack und Matthias bastelt einen Regenschutz für die Kamera (er selbst ist inzwischen völlig durchnässt) und versucht den Sturm einzufangen. Nach einer Viertelstunde ist der ganze Spuk vorbei – schade eigentlich.
Mehr und mehr Schiffe kommen uns jetzt entgegen oder fahren neben uns her (eigentlich: wir überholen sie – haha!). Je näher wir Singapur kommen, desto dichter wird der Verkehr. Hier beginnt auch das Gebiet der Piraten. An die 250 Überfälle hat es pro Jahr in dieser Region gegeben. Nicht immer sind diese gut für die Mannschaft ausgegangen. Manche Piraten, erklärt Kadett Charly, bemerkt man aber gar nicht, weil sie irgendwelche armen Fischer sind, die in der Nacht Seile oder Farbe aus den Lagerräumen stehlen. Bei einer Geschwindigkeit von über 20 Knoten ist die Wahrscheinlichkeit überfallen zu werden aber relativ gering.
Laptop-Arbeit, Bar, Uhr eine Stunde vorstellen, 3:00 Uhr, gute Nacht!
Mehr und mehr Schiffe kommen uns jetzt entgegen oder fahren neben uns her (eigentlich: wir überholen sie – haha!). Je näher wir Singapur kommen, desto dichter wird der Verkehr. Hier beginnt auch das Gebiet der Piraten. An die 250 Überfälle hat es pro Jahr in dieser Region gegeben. Nicht immer sind diese gut für die Mannschaft ausgegangen. Manche Piraten, erklärt Kadett Charly, bemerkt man aber gar nicht, weil sie irgendwelche armen Fischer sind, die in der Nacht Seile oder Farbe aus den Lagerräumen stehlen. Bei einer Geschwindigkeit von über 20 Knoten ist die Wahrscheinlichkeit überfallen zu werden aber relativ gering.
Laptop-Arbeit, Bar, Uhr eine Stunde vorstellen, 3:00 Uhr, gute Nacht!
3 Kommentare:
Hi ihr 2 Weltenbummler!
Freut mich echt wiedermal was von euch zu lesen. Hab mir schon Sorgen gemacht.
Ich muss sagen, ich hab gerade mit viel Freude und Begeisterung die neuen Blogeinträge gelesen (und auch meiner Familie vorgelesen).
Alle sind begeistert. Vorallem die Piepsi. Zitat: Onkel Tias-Bart. Dem muss ich mich leider anschließen. Weg mit der Rotzbremse unter der Nase du Prolo.
@Manfred: ich find deine Art zu berichten echt genial! Lustig informativ und echt unterhaltsam...solltest ein Buch schreiben. Mit (und ohne) 80 Visas um die Welt, oder sowas in der Art.
Respekt meine Herren. Weiter so!
LG aus Wien
Johannes
Danke für das Feedback!
Ich hab das Glück, durch die echt genialen Bilder alles zweimal erleben zu dürfen. Da fällt das Schreiben leichter.
Liebe Grüße aus Hanoi,
Fogg08
Lieber Bruder.
Freut mich von dir zu lesen. Offensichtlich bist du eifersuechtig, weil ich unter meiner Nase mehr Haare habe, als du auf deinem Hinterkopf ;-). Haha, das ist die Retourkutsche dafuer, dass ich jedesmal, wenn ich einen Blick in den Emaileingang werfe und eine Nachricht von dir zu lesen bekomme, es bloss ein weiterer Aufruf auf eine Paintball - Session ist. Schaem dich. Ausserdem denke ich mir, dass ein Mann zumindest einmal im Leben einen Bart tragen sollte und ich kann mir keinen besseren Moment ausdenken, als jetzt, wo mir keiner meiner Bekannten ins Gesicht sagen kann, wie bescheuert ich damit aussehe. Aetsch! Ausserdem bin ich damit hier in Vietnam der Hero schlechthin. Ich entschuldige mich uebrigens fuer Tippfehler jeder Art, aber sie haben hier im Eingangsbereich des Hotels das Licht abgedreht, was mir und den drei Herren neben mir grosse Schwierigkeiten bereitet. Ist aber sicherlich ein Bild fuer Goetter, vier Herren dabei nzuzusehen wie sie schwer gebueckt ueber der Tastatur haengen, um die Bucsraben zu erkennen die sie suchen.
Beste Gruesse aus Ha Noi
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