
Noch einmal bekommen wir Ham&Eggs zum Frühstück von Irena, Irena und Marina serviert. Die drei Russinnen aus Vladivostok haben die Reise noch ein bisschen besonderer gemacht. Kuss links, Kuss rechts, dann schleppen wir unser Zeug aufs Cargo Deck, wo der russische Ship Master Ivan mit den einheimischen Agenten an der Abfertigung und der Entladung arbeitet.
Der Captain kommt von der Brücke runter, um sich bei uns zu verabschieden, kurz und schmerzlos. Als wir von Board gehen, kommt gerade ein Teil seiner neuen (russischen) Crew an.
Ein letzter Blick zurück, dann wandern wir über den Kai Richtung Hafentor. Die Polizisten am Eingang drücken uns einen Zettel in die Hand, den wir beim Wachmann ums Eck wieder abgeben – so viel zur Einreise in Singapur.
Einige hundert Meter entfernt ist das größte Einkaufszentrum des Landes. Hier finden wir – trotz der frühen Stunde (9:00 Uhr) einen Starbucks, samt gratis Internetzugang. Eine Kellnerin öffnet unter ihrem Namen einen gratis Account für uns und endlich können wir wieder Kontakt mit der Welt aufnehmen.
Die ersten beiden Beiträge scheinen in der Redaktion gut anzukommen und für unsere Überfahrt auf der Queen Mary2 am 27. Mai gibt es noch Tickets. Matthias lässt sich von einem der Elektroverkäufer in dem Einkaufscenter die Adresse eines Geschäfts in der Innenstadt geben, das angebliche HDV-Bänder verkauft (leider hatten wir auf den normalen DV-Kassetten immer wieder Bandfehler).
Wieder einmal werde ich vom Taxifahrer abgezockt: 30 Singapur-Dollar (ca. 15 Euro) sind eindeutig zu viel. Wir kaufen den Laden leer, zumindest an HDV-Bändern und verwenden die erste der neun neuen Kassetten für Stadtansichten und die Dokumentation von Plan „B“ – wenn wir nicht über Wasser nach Hongkong kommen, dann eben über Land. Also auf zum Bahnhof, denn der nächste Zug nach Kuala Lumpur in Malaysien fährt um 15:30 – uns bleiben 20 Minuten. Endlich bleibt auch ein Taxifahrer stehen, der uns erklärt, dass man nicht überall ein Taxi anhalten kann – gelbe und weiße und doppelte Linien und so – jaja – Hauptsache wir erreichen unseren Zug. Um 16 Euro pro Person gibt’s einen Sitzplatz erster Klasse, am Bahnsteig geht man durch die „Immigresen“ von Singapur.
Neben uns im offenen Wagon sitzt der Schweizer Bruno, ein 53jähriger Züricher mit seiner Thai-Freundin Omli. Die beiden sind auf einer Rundfahrt durch Südost-Asien. Bruno erzählt von den Schwierigkeiten eine Thailänderin in die Schweiz mitzunehmen, 30.000 Franken Finanznachweis, Rückflug und Gesundheitsversicherung seien notwendig. Deshalb lebt er jetzt schon seit neun Jahren in Thailand – nach Hause fliegt er nur auf Urlaub – und wenn es nicht anders geht, auch ohne Freundin.
Die Fahrt dauert zwar „nur“ sechs Stunden, wird aber zunehmend langweiliger – und es gibt nichts zu essen. Die einzige Ablenkung kommt von einem etwa zwei- bis dreijährigen asiatischen Buben, der den lustigen Onkel aus Österreich entdeckt und uns mit Gugug-Spielen und Plastiksackerl-Blasen die Zeit verkürzt. Doch auch er verlässt uns, und so rattern wir nach Sonneuntergang in Kuala Lumpur ein. Ein erster Blick auf die Twin Towers wird von der unverständlichen Ansage des Schaffners unterlegt – ein Gedankenblitz an die Heimat und die Bundesbahnen: „We shortly will be arriving in Kuala Lumpur!“ (Kids, don’t write this at school)
Um zwei Euro führt uns ein Pre-Paid Taxi nach Chinatown, wo das Swiss Hotel mit Doppelzimmern um 140 Ringit (etwa 27 Euro) ohne Fenster lockt. Dafür gibt es rund um das Hotel unzählige Restaurants, die auch um 23:00 Uhr noch ausgezeichnetes chinesisches Essen anbieten, wie z.B. das Meeresfrüchteteller auf gebratenen Nudeln mit einem „jahrhundertealten“ Ei oder einen simplen Chicken Hotpot. Ausgezeichnet!
Zumindest der Mond wird heute nicht unseren Schlaf stören.
Der Captain kommt von der Brücke runter, um sich bei uns zu verabschieden, kurz und schmerzlos. Als wir von Board gehen, kommt gerade ein Teil seiner neuen (russischen) Crew an.
Ein letzter Blick zurück, dann wandern wir über den Kai Richtung Hafentor. Die Polizisten am Eingang drücken uns einen Zettel in die Hand, den wir beim Wachmann ums Eck wieder abgeben – so viel zur Einreise in Singapur.
Einige hundert Meter entfernt ist das größte Einkaufszentrum des Landes. Hier finden wir – trotz der frühen Stunde (9:00 Uhr) einen Starbucks, samt gratis Internetzugang. Eine Kellnerin öffnet unter ihrem Namen einen gratis Account für uns und endlich können wir wieder Kontakt mit der Welt aufnehmen.
Die ersten beiden Beiträge scheinen in der Redaktion gut anzukommen und für unsere Überfahrt auf der Queen Mary2 am 27. Mai gibt es noch Tickets. Matthias lässt sich von einem der Elektroverkäufer in dem Einkaufscenter die Adresse eines Geschäfts in der Innenstadt geben, das angebliche HDV-Bänder verkauft (leider hatten wir auf den normalen DV-Kassetten immer wieder Bandfehler).
Wieder einmal werde ich vom Taxifahrer abgezockt: 30 Singapur-Dollar (ca. 15 Euro) sind eindeutig zu viel. Wir kaufen den Laden leer, zumindest an HDV-Bändern und verwenden die erste der neun neuen Kassetten für Stadtansichten und die Dokumentation von Plan „B“ – wenn wir nicht über Wasser nach Hongkong kommen, dann eben über Land. Also auf zum Bahnhof, denn der nächste Zug nach Kuala Lumpur in Malaysien fährt um 15:30 – uns bleiben 20 Minuten. Endlich bleibt auch ein Taxifahrer stehen, der uns erklärt, dass man nicht überall ein Taxi anhalten kann – gelbe und weiße und doppelte Linien und so – jaja – Hauptsache wir erreichen unseren Zug. Um 16 Euro pro Person gibt’s einen Sitzplatz erster Klasse, am Bahnsteig geht man durch die „Immigresen“ von Singapur.
Neben uns im offenen Wagon sitzt der Schweizer Bruno, ein 53jähriger Züricher mit seiner Thai-Freundin Omli. Die beiden sind auf einer Rundfahrt durch Südost-Asien. Bruno erzählt von den Schwierigkeiten eine Thailänderin in die Schweiz mitzunehmen, 30.000 Franken Finanznachweis, Rückflug und Gesundheitsversicherung seien notwendig. Deshalb lebt er jetzt schon seit neun Jahren in Thailand – nach Hause fliegt er nur auf Urlaub – und wenn es nicht anders geht, auch ohne Freundin.
Die Fahrt dauert zwar „nur“ sechs Stunden, wird aber zunehmend langweiliger – und es gibt nichts zu essen. Die einzige Ablenkung kommt von einem etwa zwei- bis dreijährigen asiatischen Buben, der den lustigen Onkel aus Österreich entdeckt und uns mit Gugug-Spielen und Plastiksackerl-Blasen die Zeit verkürzt. Doch auch er verlässt uns, und so rattern wir nach Sonneuntergang in Kuala Lumpur ein. Ein erster Blick auf die Twin Towers wird von der unverständlichen Ansage des Schaffners unterlegt – ein Gedankenblitz an die Heimat und die Bundesbahnen: „We shortly will be arriving in Kuala Lumpur!“ (Kids, don’t write this at school)
Um zwei Euro führt uns ein Pre-Paid Taxi nach Chinatown, wo das Swiss Hotel mit Doppelzimmern um 140 Ringit (etwa 27 Euro) ohne Fenster lockt. Dafür gibt es rund um das Hotel unzählige Restaurants, die auch um 23:00 Uhr noch ausgezeichnetes chinesisches Essen anbieten, wie z.B. das Meeresfrüchteteller auf gebratenen Nudeln mit einem „jahrhundertealten“ Ei oder einen simplen Chicken Hotpot. Ausgezeichnet!
Zumindest der Mond wird heute nicht unseren Schlaf stören.
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