Der Tag gehört einzig und alleine der Fertigstellung des Beitrags, da wir unbedingt noch vor Laos und Vietnam die DVD nach Wien schicken müssen. Doch den Fleißigen gehört das Glück und Matthias trifft in der Hotellobby ein Pärchen aus Wien, das an diesem Abend nach Hause fliegt. Andi kümmert sich um die EDV bei der BA-CA und Sandra hat in Wien die Filiale ihres metallverarbeitenden Familienbetriebs aufgebaut. Und das beste: sie erklären sich bereit den Beitrag in Wien abzuliefern.
Beim Auschecken können wir den beiden sogar noch unnütze Wäsche und Drehkassetten mitgeben. Physisch und psychisch erleichtert fahren wir zum Bahnhof (auch der König auf seinem Plakat freut sich mit uns und lächelt milde), wo um 20:45 der Zug nach Nong Khai abfährt, einer Stadt an der thailändisch-laotischen Grenze.
Wir haben zwei Betten oben, darunter werden kurz nach Abfahrt die zwei Sitze ebenfalls in ein Bett verwandelt. Unser Kellner „Chum“ bringt uns zwei Abendessen um 70 Baht (1,40 €) und zwei Bier um 120 Baht – dass ich kein Geld mehr habe, stört ihn in keinster Weise, schließlich gibt es in Nong Khai ja Bankomaten. Und ich solle gleich viel Geld abheben, meint der hasenzähnige Australier aus dem Nebenbett, denn auch in Laos sehen die Händler gerne Baht. Er scheint sich auszukennen, weil er an der Grenze als Schweißer arbeitet und eine einheimische (Thai? Laotische?) Frau hat.
Das Wissen, dass auch die nächste Folge gut in Wien ankommen wird, entspannt und so scherzen wir mit dem Schaffner und ich tausche meinen Zylinder mit seiner Kappe für die Kamera und Matthias spukt als Geist mit der Bettdecke herum. Der Arbeitstag endet mit einer filmischen Dokumentation des Zähneputzens im „Badezimmers“ (Waschbeckens) am Gang. Obwohl sich dieser Schlafwagen kaum von jenem von Kuala Lumpur nach Hat Yai unterscheidet, schlafen wir diesmal wirklich gut.
Gewöhnungseffekt?
Zufriedenheit?
Müdigkeit?
Bier?
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2 Kommentare:
Hallo ihr Helden!
Nachdem ichs erfolgreich geschafft hab 2 eurer Beiträge zu verschlafen, hab ich sie mir jetzt von einem Studienkollegen besorgt. Sehr fein und unterhaltsam! Ich muss immer Schmunzeln, wenn ich euch mehr und mehr zu behaarten Urtieren mutieren seh.
Mir ist da was witziges passiert letzte Woche. Da hat mich in der Hacke eine Dame darauf angesprochen, ob ich einen Verwandten hab, der gerade auf Weltreise ist! Not Bad, oder?
Der eigentliche Hammer ist aber, dass mir selbiges auch schon vor einiger Zeit auf der Uni passiert ist.
Ihr seits also schon Bekanntheiten.
Ich geb sicherheitshalber schon mal Autogramme für euch ;-)
Es wird gerade sommerlich in Wien und ich freu mich schon auf die erste Grillrunde hinterm Haus, wenn ihr wieder da seits. Die Irene muss mich ständig bremsen vor lauter Vorfreude schon große Mengen herrlichen Fleisches einzukaufen. Ist aber einfach zu verlockend...
Viel Spass noch und gute Weiterreise.
Johannes
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