Tag 40 unserer Reise um die Welt! – Halbzeit! Wäre Phileas Fogg über Hanoi gereist, säße er wahrscheinlich gerade hinten auf einem Moped Richtung Hongkong und würde nicht wie wir bis um 9:30 Uhr im Bett liegen. Auch würde er keine Zeit mit dem Schreiben von Reiseberichten und senden von emails vertrödeln und würde das Reinspielen der aktuellen 6 Kassetten seinem treuene Diener Passepartout überlassen. Mein Passepartout hat aber neben seinem Kamerajob noch einen Animationsjob und bastelt an einer digitalen Karte von Südostasien. So vergeht der Jubiläumstag größtenteils am Laptop. Erst um 17:00 Uhr spazieren wir zu dem zentral gelegenen Hoan Kiem See zum Mittag-/Abendessen. Von einem Restaurant im 3 Stock hat man den perfekten Überblick über eine Kreuzung neben dem See, bei der 5 Straßen zusammen kommen. Von hier lässt sich der chaotische Motorrad Wahnsinn Hanois wunderbar beobachten. Jeder fährt in die Kreuzung ein, wann er will und schlängelt sich dann zwischen den anderen querenden, entgegenkommenden, überholenden Lebensmüden durch. Ja, hier gilt Rechtsverkehr, aber das stört auch niemanden. Im Zweifelsfall hat immer das größere Fahrzeug Vorrang. Die erfolgversprechenste Art die Straße zu Fuß zu überqueren ist, wenn man möglichst gleichmäßig und zielstrebig mitten durch geht. Ich sehe plötzlich den blinden Kung Fu-Meister von David Caradine vor mir: „Stört denn der Fluss des Wassers den Stein? Der Stein gibt dem Wasser die Möglichkeit sanft um ihn herum zu fließen – so, Grünschnabel, ist es auch mit den 2-Taktern in Hanoi“ - „Aber Meister...“ – „Geh jetzt Grünschnabel, und denke darüber nach, was ich gesagt habe! Und vergiss nicht deine zwei Magnosäfte zu bezahlen!“ Ein weiser (aber blinder – es waren Bananen-Orangensäfte) Mann!
Nach einem Chickenreis zum Magenberuhigen feiern wir unseren Halbzeittag mit exzessivem Materialeinspielen und Kartenanimieren.
Samstag, 24. Mai 2008
Tag 39, 27. April 2008, Hanoi
Mit der Dämmerung gegen 5:00 Uhr machen auch wir uns auf. Matthias hat kurz vor Abfahrt die Morgenstimmung dokumentiert (Räder werden auf Bus gebunden, zwei Leute fahren mit ihrem Moped durch den Morgendunst auf der roten Fahrpiste, die Sonne geht hinter Palmenblättern auf) und kann sich eine Stunde später dem laotisch/vietnamesischen Grenzposten widmen. Der liegt taktisch günstig in einem schmalen Tal, mit dschungelhaft bewachsenen Hängen links und rechts und einem Bach neben der Straße und wartet auf die Grenzgänger. Die wiederum warten darauf, dass es halb neun wird und werden in der Zwischenzeit immer mehr: Bus hinter Bus hinter Bus steht auf der Straße die sich den Berg heraufschlängelt. Aus jedem steigen verschlafene Reisende, die Richtung Übergang schlendern.
Fast wie ein kommunistisches Maskottchen hockt ein altes Weiblein genau vor dem Grenzgebäude und hält eine zerschlissene rote Fahne mit einem gelben Stern. Freudig grinst sie in die Kamera und scheint fast ein bisschen enttäuscht als wir uns anderen Motiven zuwenden. Handtellergroße Nachtschwärmer (tot), grün uniformierte Grenzbeamtin (streng), eigenwillige Ausreiseformalitäten (chaotisch). Der Besucher findet sich in einem Gang, der beidseitig Schalter hat. Ausländer zahlen an einem Schalter einen Wochenendzuschlag von 10.000 Kip pro Person und drängen dann mit allen anderen zum gegenüberliegenden Schalter um einen Stempel in den Pass zu bekommen (bevor sie zum nächsten Schalter geschickt werden, wo ausländische Pässe auch tatsächlich abgestempelt werden).
Mit dem Stempel im Pass wandern wir einen knappen Kilometer über eine kleine „Friendship Bridge“ bergaufwärts zum vietnamesischen Grenzposten. Auch dort gibt es eine ähnliche Schlacht vor dem Schalterfenster, auch dort werden wir zur Kasse gebeten (2000 Dong – es ist ja Wochenende) und auch dort füllen wir wieder einmal ein Formular aus. Neben uns versucht ein skandinavischer Rucksacktourist sein vietnamesisches Visum zu verlängern, doch das geht überall nur nicht an der Grenze selbst (gut, dass wir unser Visum schon in Bangkok besorgt haben). Wieder warten wir eine halbe Stunde, bis und ein Beamter erklärt wir müssen noch eine Dollar bezahlen, damit wir unseren Pass wiederbekommen. Die Geiselnehmer werden bezahlt und wir sind morgens um halb zehn in Vietnam. Der Bus allerdings noch nicht, und so wandern wir auf eine Garage zu, die einen Getränkeverkauf verspricht. An einem Tisch sitzen fünf Busfahrer aus Vinh an der vietnamesischen Küste. Sie laden uns auf ein Stamperl klaren Brand ein, dann ein zweites und ein drittes. Kaum eine halbe Stunde im Land und schon vergleicht Matthias mit einem der Busfahrer sein Brusttattoo. Ein Stamperl geht noch. Nach einem Foto mit der Kellnerin, die anscheinend aussergewöhnliche sexuelle Fähigkeiten hat, wie einer der Busfahrer andeutet, eilen wir zurück zum Grenzposten, den in der Zwischenzeit auch unser Bus schon passiert hat („Where are the Austrians?“ „Here ** hick ** we are! Sorry!“).
Die Fahrt durch die grüne Hügel- und Berglandschaft von Vietnam ist äußerst entspannt, ja schon fast beschwingt... „Cherry, cherry lady, love is like an ocean... „ (was singen Bohlen und Anders da eigentlich?).
Zu Mittag halten wir beim „Kurvenwirt“ – so jedenfalls würde das Beisl in Österreich heißen, mit dem Unterschied, dass es eine Eingangstür, bzw. eine gemauerte Vorderseite hätte. Mit „Phö Bo“ (Rindfleisch in Nudelsuppentopf) kommt man auch hier gut durch. Und zur Verdauung gibt’s ein besonderes Spektakel. Trommelnde Männer und Frauen kommen in einer Prozession die Kurve herauf, dahinter ziehen einige Männer einen Karren mit einer Verstorbenen. Das Bild mit schwarzer Schleife am vorderen Ende zeigt eine schwarzhaarige, ausdruckslos schauende Frau. Es folgt eine Gruppe von heulenden und schluchzenden Mädchen mit spitzen Strohhüten und einer der Australier weiß: „they are paid to moan!“ Mit ein paar Dong in der Tasche weint sich’s anscheinend leichter.
Den Übergang vom Hügel- zum Flachland verschlafe ich völlig. Die Straßen sind hier auch teilweise schon wieder mehrspurig, und wenn nicht dann steht immer einer der Busbegleiter in der offenen Tür und deutet den anderen Autos an, sie sollen langsamer fahren, während wir sie überholen. Jetzt endlich (15:00 Uhr) begreife ich auch, warum vier Busfahrer für die Reise notwendig sind.
Je näher wir Hanoi kommen, desto auffallender werden Mopeds, die ungewöhnlich viele Menschen oder sperriges Gepäck transportieren – ein Fahrer hat z.B. eine Schubkarre hinter sich „sitzen“. Kurz bevor wir gegen 18:00 Uhr in den Busterminal einfahren, springt eine junge Dame in den Bus, die offensichtlich als Keilerin aka Touristenführerin den perfekten Plan für die Weiterfahrt nach und Unterkunt in Hanoi hat. „Flower“ (wie die Blume nicht das Mehl) bringt uns mit einem Taxi um 1,50 USD zum Hanoi Blue Sky Hotel im „Old Quater“, dem Zentrum der vietnamesischen Hauptstadt. Es gibt gratis Internet (immer ein Pluspunkt und das Doppelzimmer im vierten Stock um 15 USD pro Nacht.
Etwas enttäuscht ist die Gute als wir keine Tour aus ihrem Reiseprogramm buchen, erst als wir ihr die Fahrt nach Hongkong um 78USD pro Person abkaufen, erblüht ihr Lächeln wieder – Flower ist eine eiskalte Businesslady. Der Zug brauche für die 1220 Kilometer nach Hongkong zwei Tage , meint sie, und fährt nur zweimal pro Woche. Der Bus fährt jeden Tag und kommt schon nach 24 Stunden an.
Die Suche nach einem Phö Bo scheitert an diesem Abend und so geben wir uns mit einer heißen Platte zum Selbergrillen zufrieden (fast überall auf der Straße sitzt man hier auf Kinderplastikstühlen, die nicht höher sind als 30 cm). Natürlich zahlen wir hier auch den Touristenpreis, ein riesen Loch ins Budget schlagen sich aber die 6 Euro aber auch nicht. Dann schon eher die Flip Flops, die ich mir aus Verzweiflung – die anderen sind kaputt, es ist heiß, ich hasse handeln – 15 Euro kosten lasse (wenn das H&M wüsste).
Fast wie ein kommunistisches Maskottchen hockt ein altes Weiblein genau vor dem Grenzgebäude und hält eine zerschlissene rote Fahne mit einem gelben Stern. Freudig grinst sie in die Kamera und scheint fast ein bisschen enttäuscht als wir uns anderen Motiven zuwenden. Handtellergroße Nachtschwärmer (tot), grün uniformierte Grenzbeamtin (streng), eigenwillige Ausreiseformalitäten (chaotisch). Der Besucher findet sich in einem Gang, der beidseitig Schalter hat. Ausländer zahlen an einem Schalter einen Wochenendzuschlag von 10.000 Kip pro Person und drängen dann mit allen anderen zum gegenüberliegenden Schalter um einen Stempel in den Pass zu bekommen (bevor sie zum nächsten Schalter geschickt werden, wo ausländische Pässe auch tatsächlich abgestempelt werden).
Mit dem Stempel im Pass wandern wir einen knappen Kilometer über eine kleine „Friendship Bridge“ bergaufwärts zum vietnamesischen Grenzposten. Auch dort gibt es eine ähnliche Schlacht vor dem Schalterfenster, auch dort werden wir zur Kasse gebeten (2000 Dong – es ist ja Wochenende) und auch dort füllen wir wieder einmal ein Formular aus. Neben uns versucht ein skandinavischer Rucksacktourist sein vietnamesisches Visum zu verlängern, doch das geht überall nur nicht an der Grenze selbst (gut, dass wir unser Visum schon in Bangkok besorgt haben). Wieder warten wir eine halbe Stunde, bis und ein Beamter erklärt wir müssen noch eine Dollar bezahlen, damit wir unseren Pass wiederbekommen. Die Geiselnehmer werden bezahlt und wir sind morgens um halb zehn in Vietnam. Der Bus allerdings noch nicht, und so wandern wir auf eine Garage zu, die einen Getränkeverkauf verspricht. An einem Tisch sitzen fünf Busfahrer aus Vinh an der vietnamesischen Küste. Sie laden uns auf ein Stamperl klaren Brand ein, dann ein zweites und ein drittes. Kaum eine halbe Stunde im Land und schon vergleicht Matthias mit einem der Busfahrer sein Brusttattoo. Ein Stamperl geht noch. Nach einem Foto mit der Kellnerin, die anscheinend aussergewöhnliche sexuelle Fähigkeiten hat, wie einer der Busfahrer andeutet, eilen wir zurück zum Grenzposten, den in der Zwischenzeit auch unser Bus schon passiert hat („Where are the Austrians?“ „Here ** hick ** we are! Sorry!“).
Die Fahrt durch die grüne Hügel- und Berglandschaft von Vietnam ist äußerst entspannt, ja schon fast beschwingt... „Cherry, cherry lady, love is like an ocean... „ (was singen Bohlen und Anders da eigentlich?).
Zu Mittag halten wir beim „Kurvenwirt“ – so jedenfalls würde das Beisl in Österreich heißen, mit dem Unterschied, dass es eine Eingangstür, bzw. eine gemauerte Vorderseite hätte. Mit „Phö Bo“ (Rindfleisch in Nudelsuppentopf) kommt man auch hier gut durch. Und zur Verdauung gibt’s ein besonderes Spektakel. Trommelnde Männer und Frauen kommen in einer Prozession die Kurve herauf, dahinter ziehen einige Männer einen Karren mit einer Verstorbenen. Das Bild mit schwarzer Schleife am vorderen Ende zeigt eine schwarzhaarige, ausdruckslos schauende Frau. Es folgt eine Gruppe von heulenden und schluchzenden Mädchen mit spitzen Strohhüten und einer der Australier weiß: „they are paid to moan!“ Mit ein paar Dong in der Tasche weint sich’s anscheinend leichter.
Den Übergang vom Hügel- zum Flachland verschlafe ich völlig. Die Straßen sind hier auch teilweise schon wieder mehrspurig, und wenn nicht dann steht immer einer der Busbegleiter in der offenen Tür und deutet den anderen Autos an, sie sollen langsamer fahren, während wir sie überholen. Jetzt endlich (15:00 Uhr) begreife ich auch, warum vier Busfahrer für die Reise notwendig sind.
Je näher wir Hanoi kommen, desto auffallender werden Mopeds, die ungewöhnlich viele Menschen oder sperriges Gepäck transportieren – ein Fahrer hat z.B. eine Schubkarre hinter sich „sitzen“. Kurz bevor wir gegen 18:00 Uhr in den Busterminal einfahren, springt eine junge Dame in den Bus, die offensichtlich als Keilerin aka Touristenführerin den perfekten Plan für die Weiterfahrt nach und Unterkunt in Hanoi hat. „Flower“ (wie die Blume nicht das Mehl) bringt uns mit einem Taxi um 1,50 USD zum Hanoi Blue Sky Hotel im „Old Quater“, dem Zentrum der vietnamesischen Hauptstadt. Es gibt gratis Internet (immer ein Pluspunkt und das Doppelzimmer im vierten Stock um 15 USD pro Nacht.
Etwas enttäuscht ist die Gute als wir keine Tour aus ihrem Reiseprogramm buchen, erst als wir ihr die Fahrt nach Hongkong um 78USD pro Person abkaufen, erblüht ihr Lächeln wieder – Flower ist eine eiskalte Businesslady. Der Zug brauche für die 1220 Kilometer nach Hongkong zwei Tage , meint sie, und fährt nur zweimal pro Woche. Der Bus fährt jeden Tag und kommt schon nach 24 Stunden an.
Die Suche nach einem Phö Bo scheitert an diesem Abend und so geben wir uns mit einer heißen Platte zum Selbergrillen zufrieden (fast überall auf der Straße sitzt man hier auf Kinderplastikstühlen, die nicht höher sind als 30 cm). Natürlich zahlen wir hier auch den Touristenpreis, ein riesen Loch ins Budget schlagen sich aber die 6 Euro aber auch nicht. Dann schon eher die Flip Flops, die ich mir aus Verzweiflung – die anderen sind kaputt, es ist heiß, ich hasse handeln – 15 Euro kosten lasse (wenn das H&M wüsste).
Tag 38, 26. April 2008, Vientiane – Hanoi
Wir erlauben uns länger zu schlafen und stehen erst gegen halb zehn auf. Im Internetcafé gegenüber erledigen wir die wichtigsten Mails und machen uns dann auf Vientiane für das österreichischen Publikum einzufangen. Die halbe Million Einwohner scheinen sehr entspannt, ein Tuk Tuk-Fahrer hängt in einer Hängematte zwischen den Passagiersitzen, ein Mönch mit Regenschirm ist in sein Handygespräch vertieft, Menschen sitzen im Park und Picknicken (keine Ahnung welcher Wochentag heute eigentlich ist...)
Ich kaufe mir in einem Laden für gebrauchte Bücher einen Lonely Planet für Südostasien – vielleicht steht ja was interessantes drin. Matthias versucht einem sicherlich kulturhistorisch sehr wertvollen steinernem Dings in Form einer riesigen Glocke die schönsten Seiten abzugewinnen. Und wir so wandern wir bis zu einem Einkaufszentrum, das nahtlos in einen Openair-Markt übergeht, wo Goldschmiede und Näher neben Kühlschrankverkäufern und DVD-Händlern aufgereit sind. Allerdings ist es hier fast unmöglich eine CD mit laotischer Musik zu kaufen. Erstens weil keine Seele Englisch spricht und zweitens, weil nur Musik-DVDs angeboten werden. Wieder einmal wird mir klar, dass unsere Kulturkreise auch durch ein unterschiedliches Pantomime-Spiel getrennt sein müssen, denn meine bildliche Darstellung von „CD“ erzeugt eine Reaktion, als hätte ich nach Tierpornos gefragt. Letztendlich bekomme ich dann doch eine CD, auf der zwei Teenager laotische? Liebes- ODER Kinderlieder singen.
Um 17:00 Uhr ist vor unsere Hotel Treffpunkt für die Reise nach Hanoi. Die Tickets für die 725 Kilometer lange Reise kosten pro Person 25 Dollar. Ein Minibus sammelt uns und 8 andere Touristen ein und bringt uns zu einem Busbahnhof an der nordöstlichen Stadtgrenze. Dort steigen wir in einen gewöhnlichen alten Reisebus um, der mit 2 Fahrern, 2 Begleitern und einer Einheimischen besetzt ist – somit ist jede Menge Platz und wir können uns über mehrer Sitzreihen ausbreiten. Die offenen Fenster und die dröhnend laute Musik geben der Fahrt in den Norden das Flair von „Schulkurs meets Roadmovie“. Als dann um 23:00 Uhr „Brother Louie, Louie, Louie“ aus den Lautsprechern dröhnt sind wir restlos begeistert. Modern Talking als Gassenhauer in Südostasien! Da können sich Madonna, Jackson und Aguillera eingraben.
Kurz nach Mitternacht halten wir an einer Raststation im Nirgendwo. Während die 3 Australier, 2 Engländer, 1 Iraner und wir etwas verloren zwischen den Tischen herumwandern, bekommt die Buscrew schon ihr Essen. Zwar wollen die einheimischen Gäste ihr Wok-Rindfleisch auf Reis mit mir nicht teilen, aber sie bestellen für uns das gleiche (das Fleisch ist ausgezeichnet, die Suppe ist heißes Wasser mit Schnittlauch – auch nicht schlecht). In der Zwischenzeit spielen die Fahrer mit den beiden Kameras herum und endlich haben wir auch einmal scharfe Bilder – nur ein Scherz, Matthias, du bist der Beste!
Geschlafen wird im geparkten Bus, denn die Grenze scheint nicht mehr weit und der Posten sperrt nicht vor 8:30 Uhr auf.
Ich kaufe mir in einem Laden für gebrauchte Bücher einen Lonely Planet für Südostasien – vielleicht steht ja was interessantes drin. Matthias versucht einem sicherlich kulturhistorisch sehr wertvollen steinernem Dings in Form einer riesigen Glocke die schönsten Seiten abzugewinnen. Und wir so wandern wir bis zu einem Einkaufszentrum, das nahtlos in einen Openair-Markt übergeht, wo Goldschmiede und Näher neben Kühlschrankverkäufern und DVD-Händlern aufgereit sind. Allerdings ist es hier fast unmöglich eine CD mit laotischer Musik zu kaufen. Erstens weil keine Seele Englisch spricht und zweitens, weil nur Musik-DVDs angeboten werden. Wieder einmal wird mir klar, dass unsere Kulturkreise auch durch ein unterschiedliches Pantomime-Spiel getrennt sein müssen, denn meine bildliche Darstellung von „CD“ erzeugt eine Reaktion, als hätte ich nach Tierpornos gefragt. Letztendlich bekomme ich dann doch eine CD, auf der zwei Teenager laotische? Liebes- ODER Kinderlieder singen.
Um 17:00 Uhr ist vor unsere Hotel Treffpunkt für die Reise nach Hanoi. Die Tickets für die 725 Kilometer lange Reise kosten pro Person 25 Dollar. Ein Minibus sammelt uns und 8 andere Touristen ein und bringt uns zu einem Busbahnhof an der nordöstlichen Stadtgrenze. Dort steigen wir in einen gewöhnlichen alten Reisebus um, der mit 2 Fahrern, 2 Begleitern und einer Einheimischen besetzt ist – somit ist jede Menge Platz und wir können uns über mehrer Sitzreihen ausbreiten. Die offenen Fenster und die dröhnend laute Musik geben der Fahrt in den Norden das Flair von „Schulkurs meets Roadmovie“. Als dann um 23:00 Uhr „Brother Louie, Louie, Louie“ aus den Lautsprechern dröhnt sind wir restlos begeistert. Modern Talking als Gassenhauer in Südostasien! Da können sich Madonna, Jackson und Aguillera eingraben.
Kurz nach Mitternacht halten wir an einer Raststation im Nirgendwo. Während die 3 Australier, 2 Engländer, 1 Iraner und wir etwas verloren zwischen den Tischen herumwandern, bekommt die Buscrew schon ihr Essen. Zwar wollen die einheimischen Gäste ihr Wok-Rindfleisch auf Reis mit mir nicht teilen, aber sie bestellen für uns das gleiche (das Fleisch ist ausgezeichnet, die Suppe ist heißes Wasser mit Schnittlauch – auch nicht schlecht). In der Zwischenzeit spielen die Fahrer mit den beiden Kameras herum und endlich haben wir auch einmal scharfe Bilder – nur ein Scherz, Matthias, du bist der Beste!
Geschlafen wird im geparkten Bus, denn die Grenze scheint nicht mehr weit und der Posten sperrt nicht vor 8:30 Uhr auf.
Tag 37, 25. April 2008, Vientiane
Chum serviert anderen Passagieren schon das Frühstück, mein "Bett" will mich aber nicht wirklich loslassen. Der Schaffner baut die unteren Betten wieder zu zwei Sitzen um, aber wir essen unser Frühstück noch einen Stock höher im Liegen. Das Spiegelei mit Wurst und Café kostet 240 Baht (hier hat uns Chum eindeutig betrogen, aber wir lassen es ihm durchgehen). Da mein Bett keine Aussicht, i.e. Fenster hat, übersiedle ich schließlich nach unten, zur Freude des Schaffners, der sein Morgenwerk abschließen kann. Am Fenster ziehen Reisfelder, Wasserbüffel und vereinzelte Siedlungen vorbei. Alles vor einem weißen Himmel – auch hier gibt es kein Bilderbuchwetter für uns. Der Bahnhof von Nong Khai ist was er ist, eine einfach Station, nach der die Zuggleise enden. Draussen warten zehn Tuk Tuks – anders kommt man von hier nicht weg. Vier orange Mönche lächeln freundlich als in gebückter Haltung sitzende, unter dem Plastikdach des Tuk Tuks herausschauen und davon tuckern (daher „tuk tuk“? – aber klar! Eine Offenbarung durch die Mönche!).
Bevor wir ihnen nach fahren, bringt mich Chum zu einem Bankomaten in einem Einkaufszentrum – seine Lebensgeschichte in 8 englischen Wörtern („Me – wife – two babies – I work – they eat“) erweicht mein Herz so, dass ich ihm die 1000 Baht (20 Euro) für Essen, Bier und Café gerne gebe.
Der Tuk Tuk-Fahrer fragt uns, ob wir schon unser Visum für Laos haben und wir lügen ihn mit einem freundlichen „yes!“ ins Gesicht. Irgendwo habe ich aufgeschnappt, dass man an jeder Ecke hier Visas angedreht bekommt - zu lächerlich hohen Preisen - das offizielle Visum aber direkt an der Grenze kaufen kann. Und tatsächlich haben etliche Straßenshops auch „Laos Visa“ in ihrem Angebot ausgeschildert. Direkt am Thai-Grenzposten steigen wir aus dem Tuk Tuk. Nach der Passkontrolle gibt es einen Ticketschalter für den Bus (10 Baht/20 Cent) über die 1800 Meter lange Freundschaftsbrücke, die Thailand und Laos über den Mekong verbindet.
Beim Ausfüllen des Visumsantrags vor dem Immigrationschalter wird man in die Schulzeit zurück versetzt: in drei Reihen sitzen die Touristen und beantworten schwierige Fragen, wie „Adresse in Laos“ oder „Länder, die man vor der Einreise besucht hat (wie jetzt?!? Alle?), wobei der eine beim anderen abschreibt, wenn es um das Feld „Race“ geht. Dann zahlt man 1.500 Baht pro Person (30 Euro) oder 760.000 vietnamesische Dong und wartet eine halbe Stunde. In der Zwischenzeit spult man mit den Engländern, Australiern und Deutschen das übliche Frage-Antwort-Spiel ab: woher, wohin, wie lange schon, wie lange noch. Lustigerweise kommt die Frage nach dem Namen immer erst relativ spät, wenn überhaupt.
Mit unseren Reisefußball gelingt uns ein besonderer Coup – ein Grenzbeamter unterschreibt quasi im Namen beider Nationen im Zeichen der „Friendship Bridge“. Da sieht man wieder einmal, wie Fußball die Völker verbindet.
Mit dem Visum geht man dann durch die Grenzkontrolle ums Eck und steigt in ein Taxi in die 20 Kilometer entfernte Hauptstadt Vientiane. Über couchsurfing.com wurde mir das Taipan Hotel empfohlen und es stellt sich raus, dass es eines der besten in der Stadt ist, was auch den Preis von 80 Dollar für ein Doppelzimmer erklärt. Aber man leistet sich ja sonst nichts und nach den Zug- und Busorgien der letzten Tage darfs schon ein bisschen mehr sein. Und beim Essen am Ufer des wasserarmen Mekong kann man das Geld auch wieder reinholen. Der Fluss, der als der 10.längste der Welt gilt, füllt zur Zeit nur ein Drittel seines Flussbetts. Der Rest ist eine Sandfläche mit verstreuten Grasbüscheln und Farnen, ungefähr drei bis vier Meter über der braunen Wasseroberfläche des immer noch breiten Mekongs. In Zeiten in denen Schilling oder Lire schon weit zurückliegen, ist es ungewöhnlich mit einem 100.000er-Schein das Essen zu bezahlen, aber so viel kosten zwei riesige Nudelsuppentöpfe mit Rindfleisch samt Cola (ungef. 4 Euro) für Touristen.
Die „Esplanade“ von Vietiane ist das touristische Zentrum. Ein Restaurant neben dem anderen steht auf Stelzen am trockenen Ufer des Mekong und bietet Sitz- und Liegegelegenheiten mit Ausblick auf die Sandfläche, die im Spätsommer wieder völlig überflutet sein wird, und auf den Fluss, der jetzt nur entlang der anderen Uferseite fließt.
Matthias ergeht sich in Bildern aus dem Alltag der laotischen Restaurantbesitzer und bannt „Lichtspiel auf Ködel“ und „der Gurkenschneider“ auf Magnetband. Schon jetzt tut es mir um die Bilder leid, die es trotz ihrer Qualität nicht in unsere kurzen Beiträge schaffen werden. Auch von den Einstellungen von einem der unzähligen orange-goldenen Tempel werde ich nicht viele unterbringen. Als Zuschauer hat man ja keine Vorstellung, wo der größte Schmerz des Redakteurs liegt.
Eine Szene allerdings muss hinein – koste es was es wolle. Schon alleine deshalb, weil wir darüber schon in Wien fantasiert haben und wegen des enormen Einsatzes, den der Kameramann dafür zeigt. Wir nennen sie die „Vietnam-Szene“ (dass sie in Laos gedreht wird, entspricht alter Filmtradition). Dabei schleicht, robbt, kriecht ein völlig verschwitzter und verdreckter Kameramann mit seinem Arbeitsgerät im Anschlag durch den Schlamm und die scharfkantigen Schilfblätter am Ufer, während in unseren Köpfen Sequenzen aus diversen 80er-Kriegsfilmen ablaufen (ja, das ist vielleicht ein bisschen kindisch und sicherlich eher was für Jungs, aber es macht Spaß). Und Sgt. Trinkl weiß, dass er nur diese eine Chance hat: im vielgeschunden Streifenhemd suhlt er sich zur besseren Tarnung mit einem geflochtenen Korb auf dem Kopf in den braunen Ablagerungen des Mekongs, versinkt bei der Deckung der Nachhut bis zu den Oberschenkeln in Schlammpfützen und presst sich in den feuchten Boden, sodass auch das kleinste Rinnsal eine Chance hat eine braune Spur vom Kragen bis zum Hosenknopf zu hinterlassen. Ich verfolge den Hergang mit der kleinen Action-Cam. Fast noch beeindruckender als sein Einsatz ist nur die Schlammkruste, die sich an Matthias Armen ablagert und unter der Nachmittagssonne erstarrt. Jetzt sieht das Drehbuch die Säuberung im Mekong vor – die gelb-beigen Schlammblasen, die träge auf dem Wasser wobbeln rechtfertigen aber eine kleine Änderung und der brave Soldat rutscht nur die vier Meter die Sandkante hinunter ohne ins Wasser zu platschen. Und wenn wir schon mal da sind (also genauer, „wenn er schon mal da ist“), wird gleich weitergedreht: der Fischer in seinem Boot, der Sand, der in der Sonne glitzert, ein Schiff, das ins Landesinnere stromaufwärts fährt.
Sollten die Rezeptionisten in unserem Nobelhotel überrascht über den dreckigen Mann mit dem Bart und der Kamera gewesen sein, so haben sie es gut verborgen. Dass der selbe Herr eine halbe Stunde später duftend und blütenrein wieder mit der Kamera nach draussen schlapft, haben sie ebenso mit einem freundlichen Grinsen quittiert.
Die Sonne geht genau über dem Mekong unter, was wahrscheinlich so vom laotischen Touristenbüro eingerichtet wurde – plötzlich bekommen die Terrassen der Uferrestaurants einen ganz anderen Wert. Matthias filmt auch die äußerst gelenkigen Sepak Takraw Spieler, die Volleyball mit allen Körperteilen außer den Händen spielen. Respekt!
Beim Abendessen im Liegen mit Blick auf den Fluss quatscht uns unser Sitz/Liegenachbar an, ein dänischer Aussteiger mit irrem Blick, der wohl etwas zu viel gekifft hat und irgendwann den Absprung verpasst hat. Ja, auch zu viel Urlaubsfeeling kann gefährlich sein. "Don't trust anyone!" flüstert er.
Bevor wir ihnen nach fahren, bringt mich Chum zu einem Bankomaten in einem Einkaufszentrum – seine Lebensgeschichte in 8 englischen Wörtern („Me – wife – two babies – I work – they eat“) erweicht mein Herz so, dass ich ihm die 1000 Baht (20 Euro) für Essen, Bier und Café gerne gebe.
Der Tuk Tuk-Fahrer fragt uns, ob wir schon unser Visum für Laos haben und wir lügen ihn mit einem freundlichen „yes!“ ins Gesicht. Irgendwo habe ich aufgeschnappt, dass man an jeder Ecke hier Visas angedreht bekommt - zu lächerlich hohen Preisen - das offizielle Visum aber direkt an der Grenze kaufen kann. Und tatsächlich haben etliche Straßenshops auch „Laos Visa“ in ihrem Angebot ausgeschildert. Direkt am Thai-Grenzposten steigen wir aus dem Tuk Tuk. Nach der Passkontrolle gibt es einen Ticketschalter für den Bus (10 Baht/20 Cent) über die 1800 Meter lange Freundschaftsbrücke, die Thailand und Laos über den Mekong verbindet.
Beim Ausfüllen des Visumsantrags vor dem Immigrationschalter wird man in die Schulzeit zurück versetzt: in drei Reihen sitzen die Touristen und beantworten schwierige Fragen, wie „Adresse in Laos“ oder „Länder, die man vor der Einreise besucht hat (wie jetzt?!? Alle?), wobei der eine beim anderen abschreibt, wenn es um das Feld „Race“ geht. Dann zahlt man 1.500 Baht pro Person (30 Euro) oder 760.000 vietnamesische Dong und wartet eine halbe Stunde. In der Zwischenzeit spult man mit den Engländern, Australiern und Deutschen das übliche Frage-Antwort-Spiel ab: woher, wohin, wie lange schon, wie lange noch. Lustigerweise kommt die Frage nach dem Namen immer erst relativ spät, wenn überhaupt.
Mit unseren Reisefußball gelingt uns ein besonderer Coup – ein Grenzbeamter unterschreibt quasi im Namen beider Nationen im Zeichen der „Friendship Bridge“. Da sieht man wieder einmal, wie Fußball die Völker verbindet.
Mit dem Visum geht man dann durch die Grenzkontrolle ums Eck und steigt in ein Taxi in die 20 Kilometer entfernte Hauptstadt Vientiane. Über couchsurfing.com wurde mir das Taipan Hotel empfohlen und es stellt sich raus, dass es eines der besten in der Stadt ist, was auch den Preis von 80 Dollar für ein Doppelzimmer erklärt. Aber man leistet sich ja sonst nichts und nach den Zug- und Busorgien der letzten Tage darfs schon ein bisschen mehr sein. Und beim Essen am Ufer des wasserarmen Mekong kann man das Geld auch wieder reinholen. Der Fluss, der als der 10.längste der Welt gilt, füllt zur Zeit nur ein Drittel seines Flussbetts. Der Rest ist eine Sandfläche mit verstreuten Grasbüscheln und Farnen, ungefähr drei bis vier Meter über der braunen Wasseroberfläche des immer noch breiten Mekongs. In Zeiten in denen Schilling oder Lire schon weit zurückliegen, ist es ungewöhnlich mit einem 100.000er-Schein das Essen zu bezahlen, aber so viel kosten zwei riesige Nudelsuppentöpfe mit Rindfleisch samt Cola (ungef. 4 Euro) für Touristen.
Die „Esplanade“ von Vietiane ist das touristische Zentrum. Ein Restaurant neben dem anderen steht auf Stelzen am trockenen Ufer des Mekong und bietet Sitz- und Liegegelegenheiten mit Ausblick auf die Sandfläche, die im Spätsommer wieder völlig überflutet sein wird, und auf den Fluss, der jetzt nur entlang der anderen Uferseite fließt.
Matthias ergeht sich in Bildern aus dem Alltag der laotischen Restaurantbesitzer und bannt „Lichtspiel auf Ködel“ und „der Gurkenschneider“ auf Magnetband. Schon jetzt tut es mir um die Bilder leid, die es trotz ihrer Qualität nicht in unsere kurzen Beiträge schaffen werden. Auch von den Einstellungen von einem der unzähligen orange-goldenen Tempel werde ich nicht viele unterbringen. Als Zuschauer hat man ja keine Vorstellung, wo der größte Schmerz des Redakteurs liegt.
Eine Szene allerdings muss hinein – koste es was es wolle. Schon alleine deshalb, weil wir darüber schon in Wien fantasiert haben und wegen des enormen Einsatzes, den der Kameramann dafür zeigt. Wir nennen sie die „Vietnam-Szene“ (dass sie in Laos gedreht wird, entspricht alter Filmtradition). Dabei schleicht, robbt, kriecht ein völlig verschwitzter und verdreckter Kameramann mit seinem Arbeitsgerät im Anschlag durch den Schlamm und die scharfkantigen Schilfblätter am Ufer, während in unseren Köpfen Sequenzen aus diversen 80er-Kriegsfilmen ablaufen (ja, das ist vielleicht ein bisschen kindisch und sicherlich eher was für Jungs, aber es macht Spaß). Und Sgt. Trinkl weiß, dass er nur diese eine Chance hat: im vielgeschunden Streifenhemd suhlt er sich zur besseren Tarnung mit einem geflochtenen Korb auf dem Kopf in den braunen Ablagerungen des Mekongs, versinkt bei der Deckung der Nachhut bis zu den Oberschenkeln in Schlammpfützen und presst sich in den feuchten Boden, sodass auch das kleinste Rinnsal eine Chance hat eine braune Spur vom Kragen bis zum Hosenknopf zu hinterlassen. Ich verfolge den Hergang mit der kleinen Action-Cam. Fast noch beeindruckender als sein Einsatz ist nur die Schlammkruste, die sich an Matthias Armen ablagert und unter der Nachmittagssonne erstarrt. Jetzt sieht das Drehbuch die Säuberung im Mekong vor – die gelb-beigen Schlammblasen, die träge auf dem Wasser wobbeln rechtfertigen aber eine kleine Änderung und der brave Soldat rutscht nur die vier Meter die Sandkante hinunter ohne ins Wasser zu platschen. Und wenn wir schon mal da sind (also genauer, „wenn er schon mal da ist“), wird gleich weitergedreht: der Fischer in seinem Boot, der Sand, der in der Sonne glitzert, ein Schiff, das ins Landesinnere stromaufwärts fährt.
Sollten die Rezeptionisten in unserem Nobelhotel überrascht über den dreckigen Mann mit dem Bart und der Kamera gewesen sein, so haben sie es gut verborgen. Dass der selbe Herr eine halbe Stunde später duftend und blütenrein wieder mit der Kamera nach draussen schlapft, haben sie ebenso mit einem freundlichen Grinsen quittiert.
Die Sonne geht genau über dem Mekong unter, was wahrscheinlich so vom laotischen Touristenbüro eingerichtet wurde – plötzlich bekommen die Terrassen der Uferrestaurants einen ganz anderen Wert. Matthias filmt auch die äußerst gelenkigen Sepak Takraw Spieler, die Volleyball mit allen Körperteilen außer den Händen spielen. Respekt!
Beim Abendessen im Liegen mit Blick auf den Fluss quatscht uns unser Sitz/Liegenachbar an, ein dänischer Aussteiger mit irrem Blick, der wohl etwas zu viel gekifft hat und irgendwann den Absprung verpasst hat. Ja, auch zu viel Urlaubsfeeling kann gefährlich sein. "Don't trust anyone!" flüstert er.
Samstag, 10. Mai 2008
Tag 36, 24. April 2008, im Zug von Bangkok nach Vientiane
Der Tag gehört einzig und alleine der Fertigstellung des Beitrags, da wir unbedingt noch vor Laos und Vietnam die DVD nach Wien schicken müssen. Doch den Fleißigen gehört das Glück und Matthias trifft in der Hotellobby ein Pärchen aus Wien, das an diesem Abend nach Hause fliegt. Andi kümmert sich um die EDV bei der BA-CA und Sandra hat in Wien die Filiale ihres metallverarbeitenden Familienbetriebs aufgebaut. Und das beste: sie erklären sich bereit den Beitrag in Wien abzuliefern.
Beim Auschecken können wir den beiden sogar noch unnütze Wäsche und Drehkassetten mitgeben. Physisch und psychisch erleichtert fahren wir zum Bahnhof (auch der König auf seinem Plakat freut sich mit uns und lächelt milde), wo um 20:45 der Zug nach Nong Khai abfährt, einer Stadt an der thailändisch-laotischen Grenze.
Wir haben zwei Betten oben, darunter werden kurz nach Abfahrt die zwei Sitze ebenfalls in ein Bett verwandelt. Unser Kellner „Chum“ bringt uns zwei Abendessen um 70 Baht (1,40 €) und zwei Bier um 120 Baht – dass ich kein Geld mehr habe, stört ihn in keinster Weise, schließlich gibt es in Nong Khai ja Bankomaten. Und ich solle gleich viel Geld abheben, meint der hasenzähnige Australier aus dem Nebenbett, denn auch in Laos sehen die Händler gerne Baht. Er scheint sich auszukennen, weil er an der Grenze als Schweißer arbeitet und eine einheimische (Thai? Laotische?) Frau hat.
Das Wissen, dass auch die nächste Folge gut in Wien ankommen wird, entspannt und so scherzen wir mit dem Schaffner und ich tausche meinen Zylinder mit seiner Kappe für die Kamera und Matthias spukt als Geist mit der Bettdecke herum. Der Arbeitstag endet mit einer filmischen Dokumentation des Zähneputzens im „Badezimmers“ (Waschbeckens) am Gang. Obwohl sich dieser Schlafwagen kaum von jenem von Kuala Lumpur nach Hat Yai unterscheidet, schlafen wir diesmal wirklich gut.
Gewöhnungseffekt?
Zufriedenheit?
Müdigkeit?
Bier?
Beim Auschecken können wir den beiden sogar noch unnütze Wäsche und Drehkassetten mitgeben. Physisch und psychisch erleichtert fahren wir zum Bahnhof (auch der König auf seinem Plakat freut sich mit uns und lächelt milde), wo um 20:45 der Zug nach Nong Khai abfährt, einer Stadt an der thailändisch-laotischen Grenze.
Wir haben zwei Betten oben, darunter werden kurz nach Abfahrt die zwei Sitze ebenfalls in ein Bett verwandelt. Unser Kellner „Chum“ bringt uns zwei Abendessen um 70 Baht (1,40 €) und zwei Bier um 120 Baht – dass ich kein Geld mehr habe, stört ihn in keinster Weise, schließlich gibt es in Nong Khai ja Bankomaten. Und ich solle gleich viel Geld abheben, meint der hasenzähnige Australier aus dem Nebenbett, denn auch in Laos sehen die Händler gerne Baht. Er scheint sich auszukennen, weil er an der Grenze als Schweißer arbeitet und eine einheimische (Thai? Laotische?) Frau hat.
Das Wissen, dass auch die nächste Folge gut in Wien ankommen wird, entspannt und so scherzen wir mit dem Schaffner und ich tausche meinen Zylinder mit seiner Kappe für die Kamera und Matthias spukt als Geist mit der Bettdecke herum. Der Arbeitstag endet mit einer filmischen Dokumentation des Zähneputzens im „Badezimmers“ (Waschbeckens) am Gang. Obwohl sich dieser Schlafwagen kaum von jenem von Kuala Lumpur nach Hat Yai unterscheidet, schlafen wir diesmal wirklich gut.
Gewöhnungseffekt?
Zufriedenheit?
Müdigkeit?
Bier?
Tag 35, 23. April 2008, Bangkok, Flussfahrt
Das vietnamesische Visum wird erst am Nachmittag fertig sein und so nutzen wir die Zeit zum Drehen. Bangkok wir oft als „Venedig des Ostens“ bezeichnet und die Thais sehen sich gerne als die „Herren des Wassers“ – da der Chao Praya Fluss früher der Superhighway ins Innere des Landes war. So liegt es nahe, dass wir uns ein Langboot mieten (1000 Baht/20 Euro pro Person) und damit durch die Kanäle der Stadt düsen. Matthias hängt in allen möglichen Positionen am Bug des schmalen Bootes, das uns vorbei an Pfahlhütten, Tempelanlagen und Wohnvierteln fährt. Zwar bietet uns der Kapitän/Fahrer immer wieder an zu stoppen, aber wir haben weder großes Interesse an der Aligatorshow noch am Souvenirshop – nur für eine einsame Händlerin in einer mit Ramsch vollbeladenen Zille, die uns ihre hölzernen Spitzhüte andrehen will, bleiben wir stehen. Dass wir ihr schließlich drei Bier (der Kapitän dankt) abkaufen, liegt einzig und allein an unserem großen Herz.
Wir lassen uns in der Nähe des Hualamphong Bahnhofs absetzten, von wo die Züge nach Laos abfahren. Wie fast überall in Thailad grüßt uns der aktuelle Herrscher Rama IX (Bhumibol Adulyadej) freundlich von einem Plakat über dem Eingang. Die Mitte der Bahnhofshalle wird als einzige große Sitzfläche genutzt, wo junge Menschen Gitarre spielen, noch jüngere an der Brust ihrer Mutter die Wartezeit sinnvoll nutzen und nicht mehr ganz so junge in asiatischer Hocke die Zeitung lesen. Der Schalterbeamte freut sich so sehr einem Ausländer zwei Tickets verkaufen zu dürfen, dass er gleich drei Mal das falsche Datum auf die Tickets druckt. Gemeinsam einigen wir uns dann aber auf den morgigen 24. April als Abreisetag und beenden unsere kurze aber fast schon intime Beziehung.
Hunger ist ein Gefühl, das man in Thailand nicht haben muss – an jeder Ecke und in jeder Gasse sind Restaurants und Essensstandln. Gleich gegenüber (ungefähr dort, wohin König Bhumibol von seinem Plakat schaut), grillt ein Mann aufgeklappte Hühnerhälften, Würsteln und Fleischspieße mit unidentifizierbaren Fleischstücken. Wir wissen noch immer nicht, ob es sich um vier Küken (die Knochen würden dafür sprechen oder um einfach nur um Hendlschwänze, aka Bürzel handelt.
Nach der vollen Menüfolge geht’s mit dem Tuk Tuk zur vietnamesischen Botschaft, wo schon 20 andere Touristen auf ihre Visas warten. Punkt vier Uhr werden die Pässe ausgeteilt – fertig. Die Reiseempfehlung für alle Vietnaminteressierten – Visum in Bangkok organisieren!
Am Heimweg beginnt es wieder einmal zu regnen (das Wetter ist uns auf dieser Reise meist nicht geneigt). Für das Motiv „Gewitter über Bangkok“ gibt Matthias buchstäblich sein letztes Hemd, worin er die Kamera vor dem Regen schützt und steht heldenhaft und halb nackt auf dem Dach unseres Hotels, um DEN ultimativen Blitzeinschlag auf Magnetband zu bannen. Es gelingt großartigst, wird aber aus Zeitgründen in den wie bitte?-Beiträgen keine Entsprechung finden. Oft findet wahre Kunst leider im Verborgenen statt.
Wir lassen uns in der Nähe des Hualamphong Bahnhofs absetzten, von wo die Züge nach Laos abfahren. Wie fast überall in Thailad grüßt uns der aktuelle Herrscher Rama IX (Bhumibol Adulyadej) freundlich von einem Plakat über dem Eingang. Die Mitte der Bahnhofshalle wird als einzige große Sitzfläche genutzt, wo junge Menschen Gitarre spielen, noch jüngere an der Brust ihrer Mutter die Wartezeit sinnvoll nutzen und nicht mehr ganz so junge in asiatischer Hocke die Zeitung lesen. Der Schalterbeamte freut sich so sehr einem Ausländer zwei Tickets verkaufen zu dürfen, dass er gleich drei Mal das falsche Datum auf die Tickets druckt. Gemeinsam einigen wir uns dann aber auf den morgigen 24. April als Abreisetag und beenden unsere kurze aber fast schon intime Beziehung.
Hunger ist ein Gefühl, das man in Thailand nicht haben muss – an jeder Ecke und in jeder Gasse sind Restaurants und Essensstandln. Gleich gegenüber (ungefähr dort, wohin König Bhumibol von seinem Plakat schaut), grillt ein Mann aufgeklappte Hühnerhälften, Würsteln und Fleischspieße mit unidentifizierbaren Fleischstücken. Wir wissen noch immer nicht, ob es sich um vier Küken (die Knochen würden dafür sprechen oder um einfach nur um Hendlschwänze, aka Bürzel handelt.
Nach der vollen Menüfolge geht’s mit dem Tuk Tuk zur vietnamesischen Botschaft, wo schon 20 andere Touristen auf ihre Visas warten. Punkt vier Uhr werden die Pässe ausgeteilt – fertig. Die Reiseempfehlung für alle Vietnaminteressierten – Visum in Bangkok organisieren!
Am Heimweg beginnt es wieder einmal zu regnen (das Wetter ist uns auf dieser Reise meist nicht geneigt). Für das Motiv „Gewitter über Bangkok“ gibt Matthias buchstäblich sein letztes Hemd, worin er die Kamera vor dem Regen schützt und steht heldenhaft und halb nackt auf dem Dach unseres Hotels, um DEN ultimativen Blitzeinschlag auf Magnetband zu bannen. Es gelingt großartigst, wird aber aus Zeitgründen in den wie bitte?-Beiträgen keine Entsprechung finden. Oft findet wahre Kunst leider im Verborgenen statt.
Freitag, 9. Mai 2008
Tag 34, 22. April 2008, Ankunft in Bangkok, vietnamesisches Visum
Es dämmert schon, als wir in einen Busterminal in Bangkok einfahren. Wir müssen uns von Bill Kane verabschieden (weil wir zu viel Gepäck für ein Taxi haben) und fahren ins Botschaftsviertel. Das Ziel ist es in Bangkok ein Visum für Vietnam zu beantragen, weil uns viele unserer Reisebekanntschaften darauf hingewiesen haben, dass man an der Grenze (doch) kein Visum bekommt.
Das Malaysia Hotel gleich neben der österreichischen Botschaft, ist günstig sauber und soll sogar Drehort für „Good Morning, Vietnam“ gewesen sein. Dass es eines der bekanntesten Schwulenhotels ist, wird uns erst in den nächsten Tagen bewusst. Zwei Einzelzimmer gibt es um 700 Baht (14 Euro) pro Nacht und man hat vom Dach einen guten Ausblick auf die Stadt.
Gleich nachdem wir unser Gepäck abgegeben haben (Check in ist nicht vor 10:00), wandern wir Richtung vietnamesischer Botschaft. Dass wir bis zur Öffnung der Botschaft um halb neun wieder in einem Starbucks frühstücken, soll nur am Rande erwähnt werden (schließlich werden wir ja nicht gesponsort). Für 5000 Baht (2x 50 Euro) dürfen wir unsere Visumsanträge abgeben (Fotos haben wir genügend mit – es reicht aber eines).
Der Rest des Tages geht für das Schneiden und Animieren des 5. Beitrags drauf. Matthias’ Ausflug aufs Dach für den obligatorischen Sonneuntergang vom Dach und ein Abendessen ums Eck bleiben der einzige Auslauf, den wir an diesem Tag noch bekommen.
Das Malaysia Hotel gleich neben der österreichischen Botschaft, ist günstig sauber und soll sogar Drehort für „Good Morning, Vietnam“ gewesen sein. Dass es eines der bekanntesten Schwulenhotels ist, wird uns erst in den nächsten Tagen bewusst. Zwei Einzelzimmer gibt es um 700 Baht (14 Euro) pro Nacht und man hat vom Dach einen guten Ausblick auf die Stadt.
Gleich nachdem wir unser Gepäck abgegeben haben (Check in ist nicht vor 10:00), wandern wir Richtung vietnamesischer Botschaft. Dass wir bis zur Öffnung der Botschaft um halb neun wieder in einem Starbucks frühstücken, soll nur am Rande erwähnt werden (schließlich werden wir ja nicht gesponsort). Für 5000 Baht (2x 50 Euro) dürfen wir unsere Visumsanträge abgeben (Fotos haben wir genügend mit – es reicht aber eines).
Der Rest des Tages geht für das Schneiden und Animieren des 5. Beitrags drauf. Matthias’ Ausflug aufs Dach für den obligatorischen Sonneuntergang vom Dach und ein Abendessen ums Eck bleiben der einzige Auslauf, den wir an diesem Tag noch bekommen.
Tag 33, 21. April 2008, Zug nach Hat Yai, Bus nach Bangkok
Jetzt sind wir über einen Monat unterwegs und beginnen den Tag durchgeschüttelt und zerknittert. Da in Thailand die Uhren wieder zurück gestellt werden, gewinnen wir eine Stunde, was den unangenehmen Nebeneffekt hat, dass die Rüttelfahrt noch länger dauert. Kurz vor der Grenze müssen wir an einer Haltestelle den Zug verlassen und in der Wartehalle durch die Einreisekontrolle. In der Zwischenzeit rollt der Zug mit unserem gesamten Gepäck und Equipment davon. Auch wenn das hier täglich so praktiziert wird, ist es schon ein etwas ungutes Gefühl. Aber nach einer halben Stunde steht unser Zug wieder genauso vor uns, wie wir in verlassen haben, Gepäck und Equipment inklusive.
Hat Yai ist eine Stadt, die vom regen Grenzverkehr der schnäppchensuchenden Malayen lebt. Es gibt unzählige Juweliere, Schneider und natürlich Straßenrestaurants (willkommen in Thailand!), nur bei den Bahnübergängen hat man gespart. Die Fahrgäste, die das wissen, springen noch aus dem fahrenden Zug und laufen quer über alle Gleise in alle Richtungen davon. Wir Touristen warten bis der Zug steht, um erst dann auf die Gleise zu klettern und uns zwischen Zug und Zaun zum Bahnhofsgebäude durchzuzwängen. Unser Ticket haben wir in Kuala Lumpur nur bis hierher kaufen können. Insgesamt drei Anschlusszüge nach Bangkok fahren heute noch, um 15:00 um 17:00 und um 20:00. Allerdings gibt es bei allen dreien nur noch die dritte Klasse und von der ist uns abgeraten worden.
Also folgen wir (Bill Kane, der Amerikaner mit der zeigfreudigen Freundin hat sich uns angeschlossen) einem der aufdringlichen Keiler über die Strasse zu einem Reisebüro, das Bustickets verkauft. Bill empfiehlt uns, nur mit einem V.I.P.-Bus zu fahren, weil die vollen Luxus auf der 12stündigen Fahrt garantierten. Na gut, blöd nur, dass dieses Reisebüro keine V.I.P.-Busse anbietet. Doch Thailand wäre nicht Thailand stünde nicht schon der nächste Keiler daneben, um uns am Ende der Strasse ins nächste Reisebüro zu zerren. Ja, man habe noch Tickets für den V.I.P. Bus, um 17:00 Uhr ist Abfahrt. Der Verkäufer stellt die Tickets aus und versucht uns den „normalen“ Bus anzudrehen – aber nicht mit uns Freundchen! Wir kommen ihm auf die Schliche, er ändert etwas auf unserem Ticket und beschei**t uns um 400 Baht (etwa 8 Euro) – was wir allerdings erst bei der Abreise bemerken.
Dafür ist das Essen in einem der kleinen Straßenrestaurants billig, ausgezeichnet und sehr scharf. Gewürzt ist es außerdem mit einem Gespräch mit einer Amerikanerin und ihrer sehr dicken englischen Freundin („Where do you come from? Where are you heading? Around the world, ey? Oh, that’s interesting!...).
Da wir im Zug keine Gelegenheit gehabt haben uns zu duschen, finde ich eine andere Möglichkeit um sauber zu werden. In einem kleinen Friseurladen lasse ich mir die Mähne der letzten 30 Tage stutzen und dabei gleich den Kopf waschen und massieren. Oben hui – halsabwärts alles beim alten.
Um halb fünf bringt uns ein Tuk Tuk zum Busbahnhof, und mit einer Stunde Verspätung steigen wir in den V.I.P.-Bus nach Bangkok. „V.I.P.“ in Thailand bedeutet, dass pro Reihe nur drei Sitze sind, die in ihre Ausgangsstellung schon einem Liegestuhl ähneln. Man hat also sowohl seitlich wie auch nach vorne wirklich genügend Patz. „V.I.P.“ bedeutet aber auch rosa Rüschenvorhänge, ein Geschenksackerl mit zwei Packungen Keks und einem Orangensaft, sowie eine grantige Busstewardess, die hinter unseren Sitzen in der letzten Reihe ihr Bett am Boden hat (der wohl besten Platz im Bus). Und wie es sich für V.I.P.Bus-Gäste gehört, sehen wir auch fern: zunächst thailändisches Karaoke und dann einen Film, in dem Fekal-Humor eine große Rolle spielt – allerdings gebe ich mich gerne dem Schlaf hin und kann daher keine genaue Inhaltsangabe bieten (Matthias fragen – der hält durch).
Gegen Mitternacht werden wir von unserer Bus-Patroness angebellt: Essenszeit. Auf der riesigen Raststation gibt es unzählige Lebensmittel- und Essensstandln. In unerer Reisezeitrechnung beginnt nun die Epoche des „phö bo“ oder „Rind mit Nudeln in Suppe“ (manchmal ist es auch Huhn, dann heisst es „phö ga“ oder Schwein, dann heißt es auch irgendwas mit „phö...“). Auf jeden Fall ist es immer billig und immer gut. Dann treibt der Bus-Terrier seine Schäfchen wieder zurück in den Transporter und schläft selbst neben meinen stinkenden Schuhen, die ich gezielt platziert habe, hinter uns ein.
Hat Yai ist eine Stadt, die vom regen Grenzverkehr der schnäppchensuchenden Malayen lebt. Es gibt unzählige Juweliere, Schneider und natürlich Straßenrestaurants (willkommen in Thailand!), nur bei den Bahnübergängen hat man gespart. Die Fahrgäste, die das wissen, springen noch aus dem fahrenden Zug und laufen quer über alle Gleise in alle Richtungen davon. Wir Touristen warten bis der Zug steht, um erst dann auf die Gleise zu klettern und uns zwischen Zug und Zaun zum Bahnhofsgebäude durchzuzwängen. Unser Ticket haben wir in Kuala Lumpur nur bis hierher kaufen können. Insgesamt drei Anschlusszüge nach Bangkok fahren heute noch, um 15:00 um 17:00 und um 20:00. Allerdings gibt es bei allen dreien nur noch die dritte Klasse und von der ist uns abgeraten worden.
Also folgen wir (Bill Kane, der Amerikaner mit der zeigfreudigen Freundin hat sich uns angeschlossen) einem der aufdringlichen Keiler über die Strasse zu einem Reisebüro, das Bustickets verkauft. Bill empfiehlt uns, nur mit einem V.I.P.-Bus zu fahren, weil die vollen Luxus auf der 12stündigen Fahrt garantierten. Na gut, blöd nur, dass dieses Reisebüro keine V.I.P.-Busse anbietet. Doch Thailand wäre nicht Thailand stünde nicht schon der nächste Keiler daneben, um uns am Ende der Strasse ins nächste Reisebüro zu zerren. Ja, man habe noch Tickets für den V.I.P. Bus, um 17:00 Uhr ist Abfahrt. Der Verkäufer stellt die Tickets aus und versucht uns den „normalen“ Bus anzudrehen – aber nicht mit uns Freundchen! Wir kommen ihm auf die Schliche, er ändert etwas auf unserem Ticket und beschei**t uns um 400 Baht (etwa 8 Euro) – was wir allerdings erst bei der Abreise bemerken.
Dafür ist das Essen in einem der kleinen Straßenrestaurants billig, ausgezeichnet und sehr scharf. Gewürzt ist es außerdem mit einem Gespräch mit einer Amerikanerin und ihrer sehr dicken englischen Freundin („Where do you come from? Where are you heading? Around the world, ey? Oh, that’s interesting!...).
Da wir im Zug keine Gelegenheit gehabt haben uns zu duschen, finde ich eine andere Möglichkeit um sauber zu werden. In einem kleinen Friseurladen lasse ich mir die Mähne der letzten 30 Tage stutzen und dabei gleich den Kopf waschen und massieren. Oben hui – halsabwärts alles beim alten.
Um halb fünf bringt uns ein Tuk Tuk zum Busbahnhof, und mit einer Stunde Verspätung steigen wir in den V.I.P.-Bus nach Bangkok. „V.I.P.“ in Thailand bedeutet, dass pro Reihe nur drei Sitze sind, die in ihre Ausgangsstellung schon einem Liegestuhl ähneln. Man hat also sowohl seitlich wie auch nach vorne wirklich genügend Patz. „V.I.P.“ bedeutet aber auch rosa Rüschenvorhänge, ein Geschenksackerl mit zwei Packungen Keks und einem Orangensaft, sowie eine grantige Busstewardess, die hinter unseren Sitzen in der letzten Reihe ihr Bett am Boden hat (der wohl besten Platz im Bus). Und wie es sich für V.I.P.Bus-Gäste gehört, sehen wir auch fern: zunächst thailändisches Karaoke und dann einen Film, in dem Fekal-Humor eine große Rolle spielt – allerdings gebe ich mich gerne dem Schlaf hin und kann daher keine genaue Inhaltsangabe bieten (Matthias fragen – der hält durch).
Gegen Mitternacht werden wir von unserer Bus-Patroness angebellt: Essenszeit. Auf der riesigen Raststation gibt es unzählige Lebensmittel- und Essensstandln. In unerer Reisezeitrechnung beginnt nun die Epoche des „phö bo“ oder „Rind mit Nudeln in Suppe“ (manchmal ist es auch Huhn, dann heisst es „phö ga“ oder Schwein, dann heißt es auch irgendwas mit „phö...“). Auf jeden Fall ist es immer billig und immer gut. Dann treibt der Bus-Terrier seine Schäfchen wieder zurück in den Transporter und schläft selbst neben meinen stinkenden Schuhen, die ich gezielt platziert habe, hinter uns ein.
Montag, 28. April 2008
Tag 32, 20. April 2008, Stadtansichten von KL, Zugfahrt nach Hat Yai

Noch fehlen ein paar Stadtansichten, also stehen wir um 9:00 Uhr auf. Nach dem obligatorischen Starbucks-Frühstück (früher hätte ich mich verachtet, wäre ich in dieses Caféhaus gegangen) packen wir zusammen. Ein neuer Schrecken: mein Pass scheint verschwunden. Weder zwischen den Unterhosen noch in meinem geheimsten Geheimfach – das Dokumentenheftl mit dem Visum für China ist nicht da. Previn sagt mir via Telefon, dass er nicht im Club ist. Endlich meldet sich Rosalynn mit der Nachricht, dass der Pass ebenfalls in ihrem Auto ist. Aufatmen.
Matthias hat die Zeit meiner Panik genutzt um Aufnahmen von Chinatown zu machen. Langsam frage ich mich, ob ich nicht eher ein Hindernis bin. Immerhin halte ich die Verbindung zu unseren Kontakten aufrecht, und Rosalynn holt uns ab, damit wir noch ein paar Bilder von den Twin Towers und der Stadt machen können. Per Metro am Fuße der Türme angekommen, höre ich jemanden „Manfred – hombre!“ schreien. Der Schweizer Bruno und seine Thailändische Freundin Omli haben uns beim Shopping entdeckt. In der Zwischenzeit hat er überrissen, dass wir fürs Fernsehen unterwegs sind und will unbedingt wissen, wann das ganze auf 3Sat zu sehen sein wird, und ob er drinnen ist. Ich verspreche ihn anzurufen – aber nicht vor Herbst.
Um Punkt 16:00 Uhr beginnt es wieder zu regnen und wir fahren nach einem ausgezeichneten Steak in „Chilli’s“ mit der Monorail zum DHL-Schalter im „Sentral Market“. Mit den DVDs schicken wir auch alle Drehbänder nach Hause – sicher ist sicher.
Der Zug nach Bangkok endet kurz nach der thailändischen Grenze – nur bis dorthin bekommen wir Tickets. Rosalynn lässt uns am Hauptbahnhof raus und wir steigen in den gleichen Zug, mit dem wir aus Singapur gekommen sind, diesmal allerdings im Liegewagen – zwei Betten oben. Gleich bei der Abfahrt um 20:45 lernen wir Bill Kane kennen, einen Amerikaner aus Kalifornien, der seit vielen Jahren die Lehren des Dalai Lama studiert, Handelsreisender in Asien ist (deshalb auch mit 2 Koffern reist) und ein Experte im Asiatischen Horoskop zu sein scheint. Er sagt mir, dass es ein gutes Jahr für Tiger ist, dass mein Erzfeind der Affe ist (alle 1980geborenen), aber dass Matthias Gott sei Dank noch ein Schaf ist, weil er schon im Jänner, also noch vor dem chinesischen Jahreswechsel, geboren ist. Schafe sind die Freunde von Tigern – hm-hm. Jedenfalls ist der 20. April ein guter Tag um neue Dinge zu beginnen, weshalb Bill diesen Reisetag gewählt hat. Der ca. 50jährige zeigt mir auch Bilder seiner barbusigen neuen 24jährigen Thai-Feundin auf seinem iphone („great with pictures“) und ich werde Details der junge Damen ansichtig, die sonst nur privilegierte Menschen sehen dürfen. Bill ist sehr stolz auf seine neue Errungenschaften – iphone und Freundin.
Anders als im Zug durch Indien schläft man hier in der Fahrtrichtung. Wir haben zwei Top-Betten bekommen, und versuchen unser Gepäck so zu verteilen, dass noch Platz zum Schlafen ist. Da wir im letzten Wagen vor dem Triebwagen sind, wird der Lärmpegel einen geruhsamen Schlaf allerdings zu verhindern wissen.
Arbeitsam versuchen wir auch unsere Beklemmtheit zu dokumentieren. Meine ipod und die Lufthansa-Augenklappe kämpfen gegen jegliche Störungen an, aber scheitern kläglich. Gegen 3:00 Uhr hört mein Hirn auf sich über die Unmöglichkeit des Einschlafens zu beschweren. Endlich!
Matthias hat die Zeit meiner Panik genutzt um Aufnahmen von Chinatown zu machen. Langsam frage ich mich, ob ich nicht eher ein Hindernis bin. Immerhin halte ich die Verbindung zu unseren Kontakten aufrecht, und Rosalynn holt uns ab, damit wir noch ein paar Bilder von den Twin Towers und der Stadt machen können. Per Metro am Fuße der Türme angekommen, höre ich jemanden „Manfred – hombre!“ schreien. Der Schweizer Bruno und seine Thailändische Freundin Omli haben uns beim Shopping entdeckt. In der Zwischenzeit hat er überrissen, dass wir fürs Fernsehen unterwegs sind und will unbedingt wissen, wann das ganze auf 3Sat zu sehen sein wird, und ob er drinnen ist. Ich verspreche ihn anzurufen – aber nicht vor Herbst.
Um Punkt 16:00 Uhr beginnt es wieder zu regnen und wir fahren nach einem ausgezeichneten Steak in „Chilli’s“ mit der Monorail zum DHL-Schalter im „Sentral Market“. Mit den DVDs schicken wir auch alle Drehbänder nach Hause – sicher ist sicher.
Der Zug nach Bangkok endet kurz nach der thailändischen Grenze – nur bis dorthin bekommen wir Tickets. Rosalynn lässt uns am Hauptbahnhof raus und wir steigen in den gleichen Zug, mit dem wir aus Singapur gekommen sind, diesmal allerdings im Liegewagen – zwei Betten oben. Gleich bei der Abfahrt um 20:45 lernen wir Bill Kane kennen, einen Amerikaner aus Kalifornien, der seit vielen Jahren die Lehren des Dalai Lama studiert, Handelsreisender in Asien ist (deshalb auch mit 2 Koffern reist) und ein Experte im Asiatischen Horoskop zu sein scheint. Er sagt mir, dass es ein gutes Jahr für Tiger ist, dass mein Erzfeind der Affe ist (alle 1980geborenen), aber dass Matthias Gott sei Dank noch ein Schaf ist, weil er schon im Jänner, also noch vor dem chinesischen Jahreswechsel, geboren ist. Schafe sind die Freunde von Tigern – hm-hm. Jedenfalls ist der 20. April ein guter Tag um neue Dinge zu beginnen, weshalb Bill diesen Reisetag gewählt hat. Der ca. 50jährige zeigt mir auch Bilder seiner barbusigen neuen 24jährigen Thai-Feundin auf seinem iphone („great with pictures“) und ich werde Details der junge Damen ansichtig, die sonst nur privilegierte Menschen sehen dürfen. Bill ist sehr stolz auf seine neue Errungenschaften – iphone und Freundin.
Anders als im Zug durch Indien schläft man hier in der Fahrtrichtung. Wir haben zwei Top-Betten bekommen, und versuchen unser Gepäck so zu verteilen, dass noch Platz zum Schlafen ist. Da wir im letzten Wagen vor dem Triebwagen sind, wird der Lärmpegel einen geruhsamen Schlaf allerdings zu verhindern wissen.
Arbeitsam versuchen wir auch unsere Beklemmtheit zu dokumentieren. Meine ipod und die Lufthansa-Augenklappe kämpfen gegen jegliche Störungen an, aber scheitern kläglich. Gegen 3:00 Uhr hört mein Hirn auf sich über die Unmöglichkeit des Einschlafens zu beschweren. Endlich!
Tag 31, 19. April 2008, Kuala Lumpur from inside

Auch 13:00 Uhr kann noch Morgen sein, wenn man gerade erst aufgestanden ist. Es ist Zeit das gesammelte Material in den Apple zu spielen. Echtzeit-Aufnahme bedeutet, dass es echt so lange dauert, wie es eben dauert. Und wir sind ja auch nicht zum Spaß hier. Doch zwischen Band 30 und Band 32 fehlt etwas. Panik breitet sich aus. Auf dem Weg nach Hause scheint eine Stunde Material verschwunden zu sein: der Dreh im K.L.-Tower und Teile des Nachtmarktes. Previn sagt mir via Telefon, dass es nicht im Club ist. Endlich meldet sich Rosalynn mit der Nachricht, dass sie das Band in ihrem Auto hat. Aufatmen. Reinspielen. Abendessen. Weiterschneiden und Animieren bis 3:00.
Tag 30, 18. April 2008, KL-Tower, malaysischer Fußball-Nachwuchs

Jeden Tag beginnt es zu einer bestimmten Zeit in K.L. zu regnen. Vor allem wenn man vorhat Schönbilder von dieser Stadt zu machen, sollte man das wissen. Im April ist diese Regenzeit von 16:00 bis 18:00 Uhr. Manchmal beginnt der Regen aber auch schon vorher.
Nach dem Starbucks-Kaffee und Internet (nichts Neues von der Buchung der Queen Mary2) steigen wir am frühen Nachmittag in Rosalynns Auto. Besucher, die gute Fotos von den Patronas Towers machen wollen, können das aus der gleichen Augehöhe vom K.L.-Tower, einem Fernsehturm, der auf einem kleinen Hügel neben den Patronas Towers steht. Natürlich nur, wenn es nicht plötzlich zu schütten beginnt. Wenn Matthias in die Kamera bellt: „das ist ein super sch**** Wetter!“, dann bedeutet es, das es ziemlich geschüttet hat. Ich habe in der Zwischenzeit meinen Spaß mit der automatischen Touristenführung via tragbaren Monitor, insbesondere mit dem lustigen Akzent der malaysischen Deutschstudentin, die das Band besprochen hat. „We-hen Sisisch die be-inntru-gennde Skyline ho-ite anseh-hen, konnen Sisich niht fors-teh-leen, dass hier frui-her nur Lehmhütt-en gestan-den ha-ben.“ Die Musterstudentin hat recht, allerdings nur wenn man die beeindruckende Skyline überhaupt sehen kann... „Das ist super sch*** Wetter!“
Noch eine Bemerkung zur Dame vom Audioguide: ich spreche kein Wort Malay und habe höchsten Respekt vor der Deutschstudentin!
Rosalynn, die für ein Bau- und Immobilienmagazin schreibt, bringt uns zum Royal Lion Club. Sie hat vor kurzem eines der Mitglieder interviewt und erfahren, dass am Wochenende immer Fußball im Club gespielt wird – in verschiedenen Altersstufen bis zur U9-Mannschaft. Wir wollen einen der fußballspielenden Buben bitten, unseren Reisefußball zu unterschreiben, der zu Eröffnung der Euro08 wieder in Wien sein soll. Das Mitglied heißt Previn und ist Chef einer eigenen Immobilienfirma – sein 10jähriger Sohn TJ ist Stürmer und Fan von Liverpool. Malaysische Mannschaften sind nicht so cool, meint er (dass er lieber Rugby spielt, müssen wir ja nicht erwähnen). Da im Regen der Permant Marker nicht hält, schmieren TJ und ein Teamkollege mit Kugelschreiber auf dem Ball herum – keinen Respekt vor dem Leder, die Jugend.
Der Fußballplatz hat keine Flutlichtanlage und so beendet der Sonnenuntergang unsere Dreharbeiten. Wir werden vom deutschen Auswanderer Alex ins Clubhaus und auf einen Pitcher Bier eingeladen. Schnell gesellen sich Previn, Mr. Anthony, der Fußballabteilungsleiter des Clubs und andere Väter zu uns. Mr. Anthony überreicht uns zwischem dem 4. Und 7. Pitcher Bier Club-T-Shirts und erklärt uns zu Ehrenmitgliedern. Mehr ist an dieser Stelle nicht zu sagen.
Nach dem Starbucks-Kaffee und Internet (nichts Neues von der Buchung der Queen Mary2) steigen wir am frühen Nachmittag in Rosalynns Auto. Besucher, die gute Fotos von den Patronas Towers machen wollen, können das aus der gleichen Augehöhe vom K.L.-Tower, einem Fernsehturm, der auf einem kleinen Hügel neben den Patronas Towers steht. Natürlich nur, wenn es nicht plötzlich zu schütten beginnt. Wenn Matthias in die Kamera bellt: „das ist ein super sch**** Wetter!“, dann bedeutet es, das es ziemlich geschüttet hat. Ich habe in der Zwischenzeit meinen Spaß mit der automatischen Touristenführung via tragbaren Monitor, insbesondere mit dem lustigen Akzent der malaysischen Deutschstudentin, die das Band besprochen hat. „We-hen Sisisch die be-inntru-gennde Skyline ho-ite anseh-hen, konnen Sisich niht fors-teh-leen, dass hier frui-her nur Lehmhütt-en gestan-den ha-ben.“ Die Musterstudentin hat recht, allerdings nur wenn man die beeindruckende Skyline überhaupt sehen kann... „Das ist super sch*** Wetter!“
Noch eine Bemerkung zur Dame vom Audioguide: ich spreche kein Wort Malay und habe höchsten Respekt vor der Deutschstudentin!
Rosalynn, die für ein Bau- und Immobilienmagazin schreibt, bringt uns zum Royal Lion Club. Sie hat vor kurzem eines der Mitglieder interviewt und erfahren, dass am Wochenende immer Fußball im Club gespielt wird – in verschiedenen Altersstufen bis zur U9-Mannschaft. Wir wollen einen der fußballspielenden Buben bitten, unseren Reisefußball zu unterschreiben, der zu Eröffnung der Euro08 wieder in Wien sein soll. Das Mitglied heißt Previn und ist Chef einer eigenen Immobilienfirma – sein 10jähriger Sohn TJ ist Stürmer und Fan von Liverpool. Malaysische Mannschaften sind nicht so cool, meint er (dass er lieber Rugby spielt, müssen wir ja nicht erwähnen). Da im Regen der Permant Marker nicht hält, schmieren TJ und ein Teamkollege mit Kugelschreiber auf dem Ball herum – keinen Respekt vor dem Leder, die Jugend.
Der Fußballplatz hat keine Flutlichtanlage und so beendet der Sonnenuntergang unsere Dreharbeiten. Wir werden vom deutschen Auswanderer Alex ins Clubhaus und auf einen Pitcher Bier eingeladen. Schnell gesellen sich Previn, Mr. Anthony, der Fußballabteilungsleiter des Clubs und andere Väter zu uns. Mr. Anthony überreicht uns zwischem dem 4. Und 7. Pitcher Bier Club-T-Shirts und erklärt uns zu Ehrenmitgliedern. Mehr ist an dieser Stelle nicht zu sagen.
Sonntag, 20. April 2008
Tag 29, 17. April 2008, Kuala Lumpur, Nacht-"Food Court"

Nach zwei Kaffee im Hotelrestaurant und einer Stunde Internet (die Tickets auf der Queen Mary2 sind gebucht – noch nicht bestätigt), müssen wir den vierten Beitrag fertig stellen (d.h. Textaufnahme, Tonmischung, Rendern, auf DVD brennen). Die Zeit vergeht schnell, wenn man arbeitet und kein Fenster hat. Matthias versorgt uns mit Fast Food von McDonalds und kauft DVD-Rohlinge und Kopfhörer.
Am Abend holt uns meine Freundin Rosalynn mit dem Auto ab. Schon vor drei Jahren habe ich sie in Kuala Lumpur besucht. Nach ein paar Nachteinstellungen von den Petronas Towers bringt sie uns zu einem speziellen „food court“ namens „Tien Ming“. Rund um unzählige Tische sind viele Standln angeordnet, die verschiedentste (asiatische) Spezialitäten anbieten. Man bestellt mit der Tischnummer und wandert dann weiter. Wenn man zurück zum Tisch kommt, wartet das Essen bereits.
Einer der Standler ist der ungekrönte „König“ von Penang – behauptet zumindest sein Freund, ein Geschäftspartner aus dieser Region. Er lädt uns auf frittierte Schweinswurst, frittierte Shrimp-leibchen und andere Köstlichkeiten (ebenfalls frittiert) ein. Ein kulinarischer Höhepunkt an einem anderen Stand sind aber sicherlich die Bambus-Lala, eine Art von Stabmuscheln, die wie dicke, fette Raupen zwischen zwei länglichen Schalen scharf gewürzt auf den mutigen Ausländer warten. Nicht dass diese blassen Dinger besonders abstoßend schmecken – viel mehr stört die Konsistenz den genussvollen Verzehr. Manche Lala platzen im Mund, wenn man in sie hinein beißt. Nicht viel ergiebiger, dafür um einiges lustiger zu essen sind die Spiralschnecken, die oben geöffnet werden, wodurch man sie von beiden Seiten raussaugen kann. Dominantes Erlebnis: brennende Lippen wegen der scharfen Sauce. Eigentlich möchte Rosalynn noch eins drauflegen und bringt uns zu einem Froschschenkel-Restaurant, allerdings ist es für eine Woche geschlossen. Dankbar hüpfen wir ins Bett.
Am Abend holt uns meine Freundin Rosalynn mit dem Auto ab. Schon vor drei Jahren habe ich sie in Kuala Lumpur besucht. Nach ein paar Nachteinstellungen von den Petronas Towers bringt sie uns zu einem speziellen „food court“ namens „Tien Ming“. Rund um unzählige Tische sind viele Standln angeordnet, die verschiedentste (asiatische) Spezialitäten anbieten. Man bestellt mit der Tischnummer und wandert dann weiter. Wenn man zurück zum Tisch kommt, wartet das Essen bereits.
Einer der Standler ist der ungekrönte „König“ von Penang – behauptet zumindest sein Freund, ein Geschäftspartner aus dieser Region. Er lädt uns auf frittierte Schweinswurst, frittierte Shrimp-leibchen und andere Köstlichkeiten (ebenfalls frittiert) ein. Ein kulinarischer Höhepunkt an einem anderen Stand sind aber sicherlich die Bambus-Lala, eine Art von Stabmuscheln, die wie dicke, fette Raupen zwischen zwei länglichen Schalen scharf gewürzt auf den mutigen Ausländer warten. Nicht dass diese blassen Dinger besonders abstoßend schmecken – viel mehr stört die Konsistenz den genussvollen Verzehr. Manche Lala platzen im Mund, wenn man in sie hinein beißt. Nicht viel ergiebiger, dafür um einiges lustiger zu essen sind die Spiralschnecken, die oben geöffnet werden, wodurch man sie von beiden Seiten raussaugen kann. Dominantes Erlebnis: brennende Lippen wegen der scharfen Sauce. Eigentlich möchte Rosalynn noch eins drauflegen und bringt uns zu einem Froschschenkel-Restaurant, allerdings ist es für eine Woche geschlossen. Dankbar hüpfen wir ins Bett.
Tag 28, 16. April 2008, Singapur, Fahrt nach Kuala Lumpur

Noch einmal bekommen wir Ham&Eggs zum Frühstück von Irena, Irena und Marina serviert. Die drei Russinnen aus Vladivostok haben die Reise noch ein bisschen besonderer gemacht. Kuss links, Kuss rechts, dann schleppen wir unser Zeug aufs Cargo Deck, wo der russische Ship Master Ivan mit den einheimischen Agenten an der Abfertigung und der Entladung arbeitet.
Der Captain kommt von der Brücke runter, um sich bei uns zu verabschieden, kurz und schmerzlos. Als wir von Board gehen, kommt gerade ein Teil seiner neuen (russischen) Crew an.
Ein letzter Blick zurück, dann wandern wir über den Kai Richtung Hafentor. Die Polizisten am Eingang drücken uns einen Zettel in die Hand, den wir beim Wachmann ums Eck wieder abgeben – so viel zur Einreise in Singapur.
Einige hundert Meter entfernt ist das größte Einkaufszentrum des Landes. Hier finden wir – trotz der frühen Stunde (9:00 Uhr) einen Starbucks, samt gratis Internetzugang. Eine Kellnerin öffnet unter ihrem Namen einen gratis Account für uns und endlich können wir wieder Kontakt mit der Welt aufnehmen.
Die ersten beiden Beiträge scheinen in der Redaktion gut anzukommen und für unsere Überfahrt auf der Queen Mary2 am 27. Mai gibt es noch Tickets. Matthias lässt sich von einem der Elektroverkäufer in dem Einkaufscenter die Adresse eines Geschäfts in der Innenstadt geben, das angebliche HDV-Bänder verkauft (leider hatten wir auf den normalen DV-Kassetten immer wieder Bandfehler).
Wieder einmal werde ich vom Taxifahrer abgezockt: 30 Singapur-Dollar (ca. 15 Euro) sind eindeutig zu viel. Wir kaufen den Laden leer, zumindest an HDV-Bändern und verwenden die erste der neun neuen Kassetten für Stadtansichten und die Dokumentation von Plan „B“ – wenn wir nicht über Wasser nach Hongkong kommen, dann eben über Land. Also auf zum Bahnhof, denn der nächste Zug nach Kuala Lumpur in Malaysien fährt um 15:30 – uns bleiben 20 Minuten. Endlich bleibt auch ein Taxifahrer stehen, der uns erklärt, dass man nicht überall ein Taxi anhalten kann – gelbe und weiße und doppelte Linien und so – jaja – Hauptsache wir erreichen unseren Zug. Um 16 Euro pro Person gibt’s einen Sitzplatz erster Klasse, am Bahnsteig geht man durch die „Immigresen“ von Singapur.
Neben uns im offenen Wagon sitzt der Schweizer Bruno, ein 53jähriger Züricher mit seiner Thai-Freundin Omli. Die beiden sind auf einer Rundfahrt durch Südost-Asien. Bruno erzählt von den Schwierigkeiten eine Thailänderin in die Schweiz mitzunehmen, 30.000 Franken Finanznachweis, Rückflug und Gesundheitsversicherung seien notwendig. Deshalb lebt er jetzt schon seit neun Jahren in Thailand – nach Hause fliegt er nur auf Urlaub – und wenn es nicht anders geht, auch ohne Freundin.
Die Fahrt dauert zwar „nur“ sechs Stunden, wird aber zunehmend langweiliger – und es gibt nichts zu essen. Die einzige Ablenkung kommt von einem etwa zwei- bis dreijährigen asiatischen Buben, der den lustigen Onkel aus Österreich entdeckt und uns mit Gugug-Spielen und Plastiksackerl-Blasen die Zeit verkürzt. Doch auch er verlässt uns, und so rattern wir nach Sonneuntergang in Kuala Lumpur ein. Ein erster Blick auf die Twin Towers wird von der unverständlichen Ansage des Schaffners unterlegt – ein Gedankenblitz an die Heimat und die Bundesbahnen: „We shortly will be arriving in Kuala Lumpur!“ (Kids, don’t write this at school)
Um zwei Euro führt uns ein Pre-Paid Taxi nach Chinatown, wo das Swiss Hotel mit Doppelzimmern um 140 Ringit (etwa 27 Euro) ohne Fenster lockt. Dafür gibt es rund um das Hotel unzählige Restaurants, die auch um 23:00 Uhr noch ausgezeichnetes chinesisches Essen anbieten, wie z.B. das Meeresfrüchteteller auf gebratenen Nudeln mit einem „jahrhundertealten“ Ei oder einen simplen Chicken Hotpot. Ausgezeichnet!
Zumindest der Mond wird heute nicht unseren Schlaf stören.
Der Captain kommt von der Brücke runter, um sich bei uns zu verabschieden, kurz und schmerzlos. Als wir von Board gehen, kommt gerade ein Teil seiner neuen (russischen) Crew an.
Ein letzter Blick zurück, dann wandern wir über den Kai Richtung Hafentor. Die Polizisten am Eingang drücken uns einen Zettel in die Hand, den wir beim Wachmann ums Eck wieder abgeben – so viel zur Einreise in Singapur.
Einige hundert Meter entfernt ist das größte Einkaufszentrum des Landes. Hier finden wir – trotz der frühen Stunde (9:00 Uhr) einen Starbucks, samt gratis Internetzugang. Eine Kellnerin öffnet unter ihrem Namen einen gratis Account für uns und endlich können wir wieder Kontakt mit der Welt aufnehmen.
Die ersten beiden Beiträge scheinen in der Redaktion gut anzukommen und für unsere Überfahrt auf der Queen Mary2 am 27. Mai gibt es noch Tickets. Matthias lässt sich von einem der Elektroverkäufer in dem Einkaufscenter die Adresse eines Geschäfts in der Innenstadt geben, das angebliche HDV-Bänder verkauft (leider hatten wir auf den normalen DV-Kassetten immer wieder Bandfehler).
Wieder einmal werde ich vom Taxifahrer abgezockt: 30 Singapur-Dollar (ca. 15 Euro) sind eindeutig zu viel. Wir kaufen den Laden leer, zumindest an HDV-Bändern und verwenden die erste der neun neuen Kassetten für Stadtansichten und die Dokumentation von Plan „B“ – wenn wir nicht über Wasser nach Hongkong kommen, dann eben über Land. Also auf zum Bahnhof, denn der nächste Zug nach Kuala Lumpur in Malaysien fährt um 15:30 – uns bleiben 20 Minuten. Endlich bleibt auch ein Taxifahrer stehen, der uns erklärt, dass man nicht überall ein Taxi anhalten kann – gelbe und weiße und doppelte Linien und so – jaja – Hauptsache wir erreichen unseren Zug. Um 16 Euro pro Person gibt’s einen Sitzplatz erster Klasse, am Bahnsteig geht man durch die „Immigresen“ von Singapur.
Neben uns im offenen Wagon sitzt der Schweizer Bruno, ein 53jähriger Züricher mit seiner Thai-Freundin Omli. Die beiden sind auf einer Rundfahrt durch Südost-Asien. Bruno erzählt von den Schwierigkeiten eine Thailänderin in die Schweiz mitzunehmen, 30.000 Franken Finanznachweis, Rückflug und Gesundheitsversicherung seien notwendig. Deshalb lebt er jetzt schon seit neun Jahren in Thailand – nach Hause fliegt er nur auf Urlaub – und wenn es nicht anders geht, auch ohne Freundin.
Die Fahrt dauert zwar „nur“ sechs Stunden, wird aber zunehmend langweiliger – und es gibt nichts zu essen. Die einzige Ablenkung kommt von einem etwa zwei- bis dreijährigen asiatischen Buben, der den lustigen Onkel aus Österreich entdeckt und uns mit Gugug-Spielen und Plastiksackerl-Blasen die Zeit verkürzt. Doch auch er verlässt uns, und so rattern wir nach Sonneuntergang in Kuala Lumpur ein. Ein erster Blick auf die Twin Towers wird von der unverständlichen Ansage des Schaffners unterlegt – ein Gedankenblitz an die Heimat und die Bundesbahnen: „We shortly will be arriving in Kuala Lumpur!“ (Kids, don’t write this at school)
Um zwei Euro führt uns ein Pre-Paid Taxi nach Chinatown, wo das Swiss Hotel mit Doppelzimmern um 140 Ringit (etwa 27 Euro) ohne Fenster lockt. Dafür gibt es rund um das Hotel unzählige Restaurants, die auch um 23:00 Uhr noch ausgezeichnetes chinesisches Essen anbieten, wie z.B. das Meeresfrüchteteller auf gebratenen Nudeln mit einem „jahrhundertealten“ Ei oder einen simplen Chicken Hotpot. Ausgezeichnet!
Zumindest der Mond wird heute nicht unseren Schlaf stören.
Tag 27, 15. April 2008, Ankunft in Singapur

Wir lassen wieder einmal das Frühstück ausfallen, und ich wecke Matthias um kurz vor 10:00, weil wir heute auf den Vordermast klettern wollen, von wo man einen wunderbaren Ausblick über das ganze Schiff hat. Die Sonne steht auch nur am Vormittag richtig für die Aufnahmen.
Während Kadett Michael und ich auf der obersten Plattform über die Sinnlosigkeit von Quallen reden (in dieser Gegend sehen wir ziemlich viele), klettert Matthias auf dem Mast auf und ab, hängt sich über Träger und bastelt aus Seilen eine Aufhängung für die Kamera (in diesen Augenblicken bekomme ich kurz ein schlechtes Gewissen, weil ich ihm eigentlich nur beim Arbeiten zusehe... naja.)
Die vielen Frachtschiffe die jetzt neben uns fahren, kreieren das Bild eines Rennens, aber die „Tiger Breeze“ „schnupft“ sie alle. Um 17:00 Uhr sehen wir die ersten Inseln vor der Küste von Singapur. In ungefähr einer Stunde wird der lokale Pilot an Board kommen, um die Einfahrt in den Hafen zu überwachen.
Phileas Fogg ist von Singapur direkt nach Hongkong weitergesegelt. Uns ist es leider bisher nicht gelungen ein Schiff, das Passagiere auf dieser Route mitnimmt, aufzustellen. So wie es aussieht, müssen wir einen anderen Weg nach China finden. Eine Möglichkeit wäre über Kuala Lumpur, Bangkok und Hanoi auf dem Landweg nach Hongkong zu reisen. Diese Variante würde allerdings um einiges länger dauern, als es bei Jule Verne der Fall war.
An unserem letzten Abend auf der „Tiger Breeze“ treffen wir Captain Dave Miller in Bar. Zum Feiern ist niemandem wirklich zumute, da wir noch einiges am Computer zu erledigen haben und der Kapitän gegen Mitternacht sein Schiff im Hafen „einparken“ muss. Also trinken wir nur ein Abschiedsbier und lassen Dave Miller unseren Reisefußball signieren.
Gegen drei – als die Tigerbreeze ihre endgültige Parkposition erreicht hat, legen wir uns schließlich schlafen.
Während Kadett Michael und ich auf der obersten Plattform über die Sinnlosigkeit von Quallen reden (in dieser Gegend sehen wir ziemlich viele), klettert Matthias auf dem Mast auf und ab, hängt sich über Träger und bastelt aus Seilen eine Aufhängung für die Kamera (in diesen Augenblicken bekomme ich kurz ein schlechtes Gewissen, weil ich ihm eigentlich nur beim Arbeiten zusehe... naja.)
Die vielen Frachtschiffe die jetzt neben uns fahren, kreieren das Bild eines Rennens, aber die „Tiger Breeze“ „schnupft“ sie alle. Um 17:00 Uhr sehen wir die ersten Inseln vor der Küste von Singapur. In ungefähr einer Stunde wird der lokale Pilot an Board kommen, um die Einfahrt in den Hafen zu überwachen.
Phileas Fogg ist von Singapur direkt nach Hongkong weitergesegelt. Uns ist es leider bisher nicht gelungen ein Schiff, das Passagiere auf dieser Route mitnimmt, aufzustellen. So wie es aussieht, müssen wir einen anderen Weg nach China finden. Eine Möglichkeit wäre über Kuala Lumpur, Bangkok und Hanoi auf dem Landweg nach Hongkong zu reisen. Diese Variante würde allerdings um einiges länger dauern, als es bei Jule Verne der Fall war.
An unserem letzten Abend auf der „Tiger Breeze“ treffen wir Captain Dave Miller in Bar. Zum Feiern ist niemandem wirklich zumute, da wir noch einiges am Computer zu erledigen haben und der Kapitän gegen Mitternacht sein Schiff im Hafen „einparken“ muss. Also trinken wir nur ein Abschiedsbier und lassen Dave Miller unseren Reisefußball signieren.
Gegen drei – als die Tigerbreeze ihre endgültige Parkposition erreicht hat, legen wir uns schließlich schlafen.
Dienstag, 15. April 2008
Tag 26, 14. April 2008, Sturm, Straße von Melaka

Ich lasse das Frühstück ausfallen. Als ich um 9:30 die Vorhänge aufziehe, sehe ich dass es zum ersten Mal auf dieser Überfahrt bedeckt, fast nebelig ist. Das Meer dagegen ist spiegelglatt. Wir gehen noch einmal mit der Kamera an den Bug und erkennen, dass wir auf eine Wetterfront zuhalten. Großartige Wolkenstimmung, ein paar Blitze und plötzlich starker Wind und erste Tropfen. Wir entscheiden uns hinein zu gehen, kommen aber nur mehr in den Gang unter die Container, bevor ein richtiger Wolkenbruch beginnt. Der Wind bläst das Wasser waagrecht in unser Gesicht und wir flüchten in den vorderen Seilraum. Die Länge des Schiffes können wir bei diesen Verhältnissen nicht zurücklegen, ohne dass die Kamera vollkommen zerstört werden würde. Da der Sturm aber ein echtes Erlebnis ist, macht uns das nichts aus. In der Werkstatt finden wir einen Plastiksack und Matthias bastelt einen Regenschutz für die Kamera (er selbst ist inzwischen völlig durchnässt) und versucht den Sturm einzufangen. Nach einer Viertelstunde ist der ganze Spuk vorbei – schade eigentlich.
Mehr und mehr Schiffe kommen uns jetzt entgegen oder fahren neben uns her (eigentlich: wir überholen sie – haha!). Je näher wir Singapur kommen, desto dichter wird der Verkehr. Hier beginnt auch das Gebiet der Piraten. An die 250 Überfälle hat es pro Jahr in dieser Region gegeben. Nicht immer sind diese gut für die Mannschaft ausgegangen. Manche Piraten, erklärt Kadett Charly, bemerkt man aber gar nicht, weil sie irgendwelche armen Fischer sind, die in der Nacht Seile oder Farbe aus den Lagerräumen stehlen. Bei einer Geschwindigkeit von über 20 Knoten ist die Wahrscheinlichkeit überfallen zu werden aber relativ gering.
Laptop-Arbeit, Bar, Uhr eine Stunde vorstellen, 3:00 Uhr, gute Nacht!
Mehr und mehr Schiffe kommen uns jetzt entgegen oder fahren neben uns her (eigentlich: wir überholen sie – haha!). Je näher wir Singapur kommen, desto dichter wird der Verkehr. Hier beginnt auch das Gebiet der Piraten. An die 250 Überfälle hat es pro Jahr in dieser Region gegeben. Nicht immer sind diese gut für die Mannschaft ausgegangen. Manche Piraten, erklärt Kadett Charly, bemerkt man aber gar nicht, weil sie irgendwelche armen Fischer sind, die in der Nacht Seile oder Farbe aus den Lagerräumen stehlen. Bei einer Geschwindigkeit von über 20 Knoten ist die Wahrscheinlichkeit überfallen zu werden aber relativ gering.
Laptop-Arbeit, Bar, Uhr eine Stunde vorstellen, 3:00 Uhr, gute Nacht!
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