Suez hat uns geschafft. Die Erkenntnis ist bitter aber völlig eindeutig. Hier geht es nicht weiter. Auf den Spuren von Philieas Fogg geht es hier nicht weiter. Wir werden die Reiseroute des fikitiven Helden an anderer Stelle wieder aufnehmen. Bevor wir hier in ein ewiges Zeitloch fallen, fahren wir wieder zurück nach Cairo (der Hoteltransfer kostet gerade mal 35 Euro!). In der Hauptstadt werden wir uns Glück bei einer kanadischen Freundin versuchen. Jesika wohnt im Bezirk Degla-Maali, bei ihr können wir bleiben, bis wir eine Lösung gefunden haben.
Jesika arbeitet als Lehrerin an einer internationalen Schule. Wir treffen sie am Nachmittag in einen Café, wo sie uns sagt, dass sie gerade mit ihrem Freund Schluss gemacht hat, kein zweites Jahr in Cairo bleiben wird, und dass heute ihr Geburtstag ist. Ja auch andere Menschen haben ein Leben! Wir können unser Zeug in ihrer Wohnung im 5ten Stock abstellen und fahren anschließend mit der Metro ins Zentrum von Cairo. Zum ersten Mal haben wir das Gefühl tatsächlich hier zu sein, weil wir das Treiben auf der Strasse nicht durch eine Autoscheibe erleben. Wir treffen Mahmoud, einen Freund von Jesika, der uns einen Nachtmarkt und Straßencafés zeigt – morgen werden wir hierher kommen, um die fehlenden Straßenbilder nachzudrehen. Wir essen ausgezeichnete und völlig platte Hühnerhälften und fahren mit der Metro gegen 23:30 wieder nach Hause.
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